„Kommissar König“ schlägt wieder zu: Seniorin übergibt 90.000 Euro an Betrüger

Die Polizei stellte insgesamt zuletzt vermehrte Aktivitäten von falschen Polizeibeamten im Raum Augsburg fest.

Ein falscher Polizeibeamter hat in Augsburg ein regelrechtes Vermögen ergaunert. 90.000 Euro erbeutete er von einer 78-Jährigen. „Kommissar König“ war zuletzt bereits in Dasing erfolgreich.

Ein "Hauptkommissar König" brachte Ende Juni eine Seniorin in Dasing um 20.000 Euro. Nun war diese Masche in Augsburg erfolgreich. Eine 78-Jährige ist auf einen Telefonbetrüger herein gefallen, der sich vor ein paar Wochen bei ihr als „Kommissar König“ vorgestellt hatte. Durch geschickte Gesprächsführung habe dieser zunächst die Vermögensverhältnisse der Frau in Erfahrung bringen konnte, erklärt die Polizei in ihrem Bericht. Anschließend habe der angebliche Polizeikommissar behauptet, dass das Geld der Angerufenen nicht mehr sicher sei und bot an, ihr Geld bei der Polizei sicher aufzubewahren.

Im weiteren Verlauf wurde die Rentnerin angewiesen, immer wieder Geld von ihren Konten abzuheben und dieses dann vor ihrer Haustüre abzulegen. Dabei müsse sie aber die Haustüre schließen, da das Geld mittels Drohne abgeholt werde – was natürlich nur ein Ablenkungsmanöver war, so dass der Abholer unerkannt agieren konnte.

Kommissar König wies die Geschädigte auch an, in verschiedenen Augsburger Geschäften Amazon-Gutscheine zu kaufen und die Codes anschließend telefonisch durchzugeben, was die Frau auch tat.

Nachdem dann irgendwann die Konten der Seniorin leergeräumt waren, sollte sie auf Anweisung auch noch Familienmitglieder um Geld bitten. Diese erkannten jedoch die Betrugsmasche sofort und erstatteten am Montag nun Anzeige bei der echten Polizei. Es stellte sich heraus, dass die Geschädigte insgesamt über 90.000 Euro – ihre ganzen Ersparnisse – an die Betrüger ausgehändigt hatte.

Die Polizei führt aus, dass zuletzt "immer wieder vermehrte Aktivitäten von falschen Polizeibeamten im Raum Augsburg" festzustellen waren. "Insbesondere 'Kommissar König' tritt hier regelmäßig in Erscheinung. Vor weiterem Auftreten wird gewarnt. Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn sollten nach Möglichkeit die lebensälteren Mitbürger über derartige Betrugsmaschen aufklären." (pm)

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