Mann greift in Augsburg Passanten mit Axt und Machete an

Mit Axt und Machete hat ein Mann in Augsburg Passanten angegriffen und einen davon verletzt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter festnehmen (Symbolbild).

Zuerst schlug er mit einer Axt auf einen Bus und ein Auto, dann verletzte er einen 28-Jährigen mit einer Machete. Eine regelrechte Spur der Verwüstung hat ein Mann am Dienstagmorgen im Univiertel hinterlassen.

Der Mann hatte zunächst einen Bus attackiert. Laut Polizei schlug der 27-Jährige gegen 3.50 Uhr unvermittelt mit einer Axt gegen die Frontscheibe eines im Univiertel, in der Salomon-Idler-Straße, stehenden AVV-Busses. Er beschädigte dadurch die Frontscheibe des Fahrzeuges. Der Linienbus war in einer Sonderfahrt eingesetzt, um Busfahrer des AVV zur Frühschicht zu fahren. Dem 47-jährigen Fahrer gelang es, den Bus trotz zerbrochener Frontscheibe vom Tatort wegzufahren und die Polizei zu verständigen.

Nur wenige Minuten später hielt der Tatverdächtige gegen 4 Uhr im Alten Postweg eine 50-jährige Autofahrerin an, schlug erneut mit einer Axt die Front- und Seitenscheibe des Fahrzeugs ein und bedrohte die Frau.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts

Ein 28-jähriger Anwohner sei auf die Situation aufmerksam geworden, erklärt die Polizei. Demnach eilte der Mann der Frau zu Hilfe und versuchte den Angreifer zu überwältigen. Dabei versetzte der Aggressor dem Anwohner mit einer mitgeführten Machete einen Schlag gegen den Kopf. Trotz seiner dadurch erlittenen Verletzung konnte der 28-Jährige weitere Attacken unterbinden.

Polizeibeamte nahmen den mutmaßlichen Täter vor Ort widerstandslos fest. Beim Beschuldigten handelt es sich der Polizei zufolge um einen in Augsburg lebenden tunesischen Staatsangehörigen. Während sowohl der Busfahrer als auch die Autofahrerin unverletzt blieben, brachte der Rettungsdienst den 28-jährigen Geschädigten mit mittelschweren Kopfverletzungen in die Uniklinik Augsburg.

Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Bereiche der Salomon-Idler-Straße sowie des Alten Postwegs waren im Rahmen der Tatortarbeit für mehrere Stunden abgesperrt. "Aufgrund der zunächst unklaren Lage mussten aus Sicherheitsgründen Teilbereiche eines Mehrparteienhauses im Univiertel, in dem der Tatverdächtige wohnt, vorübergehend geräumt werden", so die Polizei. Die Durchsuchung der Wohnung des Mannes durch Spezialeinsatzkräfte habe allerdings keine Hinweise auf eine weitere Gefährdung der Anwohner gegeben.

Tat wohl im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen

Am Nachmittag wurde der 27-Jährige dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg einen Unterbringungsbefehl wegen des dringenden Verdachtes des versuchten Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung erließ und in Vollzug setzte. Der Beschuldigte wurde in ein Bezirkskrankenhaus gebracht. "Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse ist im Moment davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder zumindest der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden wird", heißt es von der Polizei (pm)

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