Maskenpflicht-Kontrollen: Polizei zieht erste Bilanz

Die Corona-Infektionszahlen in Augsburg steigen weiter an, in der Innenstadt gilt eine Maskenpflicht. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung.

Die vorläufige Bilanz der Maskenpflicht-Kontrollen der Polizei fällt positiv aus. Ein 35-jähriger Masken-Verweigerer landete indes bereits am Vortag im Polizeiarrest.

Einer Polizeistreife am Königsplatz sei am Donnerstag gegen 13.30 Uhr ein stark alkoholisierter Mann aufgefallen, der keine Mund-Nasenbedeckung trug, so berichtet die Polizei am Freitag. Die Einsatzkräfte sprachen den 35-Jährigen an. Dieser habe sich allerdings geweigert, eine Maske aufzusetzen. Auch einem wiederholten Platzverweis sei der Mann nicht nachgekommen, "weshalb ihm eine Gewahrsamnahme angedroht werden musste", erklärt die Polizei. Dies habe der 35-Jährige mit diversen Beleidigungen und Bedrohungen quittiert, weshalb ihn die Einsatzkräfte zur Unterbindung weiterer Störungen in den Polizeiarrest brachten.

Verstärkte Kontrollen der Maskenpflicht am Freitag

Am Freitag kontrollierte die Polizei im Zuge einer Schwerpunktaktion in ganz Nordschwaben die Einhaltung der Maskenpflicht. Gegen Mittag zog das Präsidium ein erstes Fazit. Dieses fiel positiv aus. Seit 7 Uhr werde kontrolliert, im Berufs- und Pendlerverkehr "belegten die umfangreichen Kontrollmaßnahmen eine sehr große Akzeptanz der Maskenpflicht".

In über 95 Prozent aller Kontrollen hielten sich die angetroffenen Personen an die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung. Vor allen in den Bussen und Straßenbahnen in Nordschwaben zeigte sich, dass sich die Fahrgäste sehr diszipliniert an die Hygieneschutzbestimmungen hielten. "Aufklärende Gespräche waren teilweise im Bereich von ÖPNV-Haltestellen erforderlich, da kontrollierte Personen eine Infektionsschutzmaske nicht korrekt trugen oder sich ohne Maske zu nahe an der Haltestelle aufhielten", so die Polizei. Darüber hinaus seien nur wenige Beanstandungen in den ausgewiesenen Bereichen der Augsburger Innenstadt, an denen die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nasenbedeckung besteht, erforderlich gewesen.

Ordnungswidrigkeitenanzeigen, mit Regelsatz von 250 Euro, wegen eines klaren beziehungsweise vorsätzlichen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung seien bislang nur in wenigen Ausnahmefällen – im einstelligen Bereich – erforderlich gewesen. (pm)

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