Ohne Maske und Anstand in Augsburg: Quartett legt sich wegen Maskenpflicht mit der Polizei an

Eine Gruppe von vier Personen hat sich am Samstagabend mit Polizei und Ordnungsdienst wegen der in der Augsburger Innenstadt geltenden Maskenpflicht gestritten. (Symbolbild)

Mangelnde Einsicht hat am späten Samstagabend eine Vierergruppe in der Augsburger Innenstadt gezeigt. Zunächst beleidigten sie den Ordnungsdienst, dann die Polizei. Auslöser war die Maskenpflicht.

Gegen 22 Uhr waren vier Personen im Alter von 46 bis 48 Jahren in der Maximilianstraße unterwegs. Dem Ordnungsdienst fiel dabei auf, dass ein Mann aus der Gruppe keinen Mundschutz trug und machte ihn darauf aufmerksam. Dieser hielt sich daraufhin zwar eine Bedeckung vor Mund und Nase, die er aber unmittelbar nach Verlassen des relevanten Bereichs demonstrativ auf den Boden schmiss. Er beleidigte zudem die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes und verweigerte die Angaben seiner Personalien.

Während eine Polizeistreife zur Unterstützung verständigt wurde, entfernte sich die Gruppe und flüchtete in eine Wohnung in der Kapuzinergasse. Die mittlerweile eingetroffene Polizeistreife sprach einen Beteiligten an der Wohnungstüre an, um die Personalien festzustellen. Dieser warf den Beamten einen 200 Euro-Schein vor die Füße und sagte laut Polizeibericht dabei, sie sollten das Geld nehmen und „sich dann verpissen“. Auch die drei weiteren Personen verhielten sich aggressiv und unkooperativ. Die Beamten wurden dabei massiv beleidigt.

Schließlich versuchte die Gruppe, die Beamten aus dem Zugangsbereich zu drängen. Die Beamten verhinderten dies und konnten schließlich – nach mehrfacher Belehrung - bei zwei Beteiligten Einsicht hervorrufen. Es wurden nun die Personalien genannt. Gegen mindestens drei Beteiligte wird unter anderem wegen Beleidigung zum Nachteil des Ordnungsdienstes und der Polizei, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bestechung und falscher Namensangabe ermittelt.(pm)

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