Polizei-Kontrollen wegen Corona-Ausgangsbeschränkung – Aktuell 58 Verstöße

In ihrer täglichen Corona-Bilanz berichtet die Polizei von 58 Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz.

In 58 Fällen musste die Polizei aktuell wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz einschreiten.

Im Zeitraum von Sonntag, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, waren im Bereich Nordschwaben knapp über 200 Einsatzkräfte in Sachen Corona-Ausgangsbeschränkung im Einsatz. Im Berichtszeitraum habe die nordschwäbische Polizei circa 3.100 relevante Einrichtungen, Objekte, Örtlichkeiten und Personen kontrolliert, heißt es im Polizeibericht.

Verstöße im Bereich der Gastronomie sowie sonstiger gewerblicher Betriebe waren dem Bericht zufolge nicht festzustellen. "Insgesamt zeigte sich im Vergleich zum Vortag ein deutlich geringeres Personenaufkommen im öffentlichen Bereich, was vor allem auf das teils regnerische Wetter im Laufe des Sonntags zurückzuführen ist", bilanziert die Polizei.

Trotzdem seien polizeiliche Einsatzkräfte erneut auf teils uneinsichtige Personen getroffen, die gegen die Vorgaben der Ausgangsbeschränkung verstießen. In 58 Fällen mussten Betroffene wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Infektionsschutzgesetz belangt werden.

So fiel am Sonntag gegen 16.45 Uhr im Stadtgebiet Augsburg ein 21-jähriger Mann zum wiederholten Mal auf, da er sich ohne triftigen Grund im Freien aufhielt und Kontakt zu anderen Menschen suchte. Der 21-Jährige sei im Laufe der vorangegangenen Stunden bereits drei Mal wegen seines uneinsichtigen Verhaltens beanstandet worden. "In allen Fällen kam er den ausgesprochenen Platzverweisen nur kurzzeitig nach, weshalb Polizeibeamte den Mann in Gewahrsam nehmen mussten. Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung verstieß der Betroffene bereits zehn Mal gegen die Ausgangsbeschränkung", erklärt die Polizei.

In Aichach bemerkten Polizeibeamte am Montag gegen 2.30 Uhr einen am Fahrbahnrand geparkten Wagen, in dem vier Personen saßen und sich unterhielten. Die 18, 19, 21 und 22 Jahre alten Fahrzeuginsassen waren laut Polizei extrem alkoholisiert und wiesen Atemalkoholkonzentrationen zwischen 1,8 und knapp 2,8 Promille auf. Die vier Betroffenen zeigten sich völlig uneinsichtig und kamen den Platzverweisen nur nach langer Diskussion nach. Um eine mögliche Trunkenheitsfahrt zu verhindern, stellten die Beamten den Fahrzeugschlüssel sicher.

"Trotz umfangreicher Aufklärungs- und Medienarbeit verschiedenster Sicherheitsbehörden" würden einige Betroffene ihr Fehlverhalten immer wieder mit angeblicher Unkenntnis der Ausgangsbeschränkung rechtfertigen, so die Polizei. So erklärten beispielsweise am Sonntag gegen 22.15 Uhr zwei 29 und 30 Jahre alte Auto-Insassen in Augsburg, von dem Kontaktverbot nichts gewusst zu haben. "Die Ausrede hat die beiden Männer allerdings nicht vor einem Bußgeld bewahrt", schließt die Polizei ihren Bericht. (pm)

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