Polizei zieht Bilanz: Trotz Allgemeinverfügung finden Grillnachmittage und Picknicke statt

Gerade bei sonnigem Wetter kommt es laut Polizei zu vermehrten Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Die nordschwäbische Polizei hat von Freitag bis Sonntag 3500 Einrichtungen und Personen kontrolliert.

200 Einsatzkräfte waren im Bereich Nordschwaben im Zeitraum von Freitag, 6 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, für die Überwachungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Verordnung über die vorläufige Ausgangsbeschränkung im Einsatz.

An beiden Tagen wurden durch die nordschwäbische Polizei jeweils circa 3500 relevante Einrichtungen, Objekte, Örtlichkeiten und Personen kontrolliert.

Im Zuge der Kontrollen stellten die Beamten am Freitagabend im Landkreis Donau-Ries eine geöffnete Gaststätte fest, in der zwei Gäste bedient wurden. Nachdem der Wirt eindringlich belehrt wurde und eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurde, entfernten sich die Gäste aus dem Lokal, welches umgehend geschlossen wurde.

Am Samstagnachmittag hielten sich in einer Tankstelle im Landkreis Augsburg drei Personen an einem Tresen auf, tranken Kaffee und unterhielten sich, obwohl an dem Stehtisch ein Hinweiszettel angebracht war, der den dortigen Aufenthalt untersagte. Der verantwortliche Tankstellenmitarbeiter zeigte sich gegenüber den Polizeibeamten uneinsichtig. Nachdem eine Anzeige aufgenommen wurde, konnte zudem noch die Tankstellenbetreiberin erreicht werden. Auch sie wurde nochmals eingehend belehrt und zeigte Verständnis für die getroffenen Maßnahmen.

Ebenso im Landkreis Augsburg hatte am Samstagnachmittag laut Polizei ein Blumenladen geöffnet. Bei Eintreffen der Beamten entfernten sich zwei Personen - eine davon mit einem Blumentopf in der Hand - zügig vom Geschäft. Der 47-jährige Florist konnte in seinem Laden angetroffen werden und zeigte sich uneinsichtig. Ihm wurde der Betrieb seines Blumenladens untersagt. Eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetzt wurde aufgenommen.

Polizei löst Grillnachmittage und Picknicke auf

Insgesamt stellten die Einsatzkräfte im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord im Vergleich zu den vorangegangen Tagen ein erhöhtes Personenaufkommen fest. Insbesondere die regionalen Naherholungsgebiete waren bei dem guten Wetter stark frequentiert. Während sich ein Großteil der Personen vorbildlich an die Vorgaben der vorläufigen Ausgangsbeschränkung hielt und das Verlassen der Wohnung für Spaziergänge und Bewegung an der frischen Luft mit ausreichendem Abstand zu anderen Personen nutzte, mussten jedoch auch einige Verstöße geahndet werden. Mehrfach wurden von der Polizei Personen angetroffen, welche sich an den Flussufern oder den Grünflächen niederließen und sich dort sonnten. Vereinzelt fanden sogar Picknicke statt.

Ebenso müssen nun mehrere Personen mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen, nachdem sie mit Bekannten - welche nicht ihrem eigenen Hausstand angehören - im Vorgarten oder auf dem Balkon grillten. Mehrere solcher gemeinsamer Grillnachmittage mussten durch die Polizei aufgelöst werden.

Während von Freitagmorgen bis Samstagmorgen 48 Verstöße gegen die Verordnung zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung geahndet wurden, mussten sich von Samstagmorgen auf Sonntagmorgen schon 125 Personen wegen solch eines Verstoßes verantworten.

Insbesondere im Hinblick auf die vergangenen, sonnigen und warmen Tage, appelliert die nordschwäbische Polizei nochmals an das Verantwortungsbewusstsein, die Allgemeinverfügung sowie die Ausgangsbeschränkung zum Schutz der Gesundheit aller zu beachten. (pm)

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