Polizeibilanz zu Maskenkontrollen im ÖPNV: Nur sechs Anzeigen in Nordschwaben

Die Polizei Schwaben-Nord hat sich am Donnerstag an den bayernweiten Kontrollen der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr beteiligt.

Die Polizei zieht eine überwiegend positive Bilanz nach den Masken-Kontrollen im Nahverkehr am Donnerstag.

Die Augsburger Polizei hat nun die Bilanz zu den bayernweiten Kontrollaktionen zur Maskenpflicht im ÖPNV für den Bereich Nordschwaben veröffentlicht. Demnach erwischten die Beamten im Bereich der Polizeiinspektion Schwaben-Nord insgesamt 680 Personen ohne Maske an Haltestellen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. An die Maskenpflicht in den Bussen und Bahnen hätte sich allerdings der Großteil der Fahrgäste gehalten.

140 Polizeibeamte kontrollierten am Donnerstag zwischen 7 und 22 Uhr in der Stadt Augsburg und den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen und Donau-Ries. Über die Hälfte der Verstöße ereignete sich laut Polizei im Augsburger Stadtgebiet. In den Landkreisen kam es jeweils zu 14 bis 50 Verstößen gegen die Maskenpflicht.

660 Personen ohne Maske an den Haltestellen

Der Großteil der Verstöße ereignete sich allerdings nicht in den Bussen und Straßenbahnen. 660 der Personen ohne Maske hielten sich an Haltestellen auf. Lediglich 20 Personen nutzten ohne Mund-Nasen-Bedeckung den ÖPNV. Nur in sechs Fällen nahm die Polizei Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz auf.

Bei den übrigen Bürgern habe man in Gesprächen auf den genauen Umfang der Maskenpflicht sowie die richtige Trageweise der Maske hingewiesen. Vielen der Personen sei nicht bewusst gewesen, dass auch an den Haltestellen die Maskenpflicht gilt oder sie hätten fälschlicherweise angenommen, dass bei einem ausreichenden Mindestabstand keine Maske getragen werden muss. Da die meisten Kontrollierten sich in den Gesprächen einsichtig gezeigt hätten, blieb es in den meisten Fällen bei einer mündlichen Verwarnung.

Verstöße in den Verkehrsmitteln "waren die Ausnahme"

Mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz muss unter anderem ein 15-Jähriger aus dem Landkreis Augsburg rechnen. Der Jugendliche befand sich am Donnerstagabend mit mehreren Freunden an einer Haltestelle in Gersthofen. Dabei hatte keiner der Jugendlichen eine Maske an. Die Beamten wiesen die Gruppe auf die Maskenpflicht an Haltestellen hin, woraufhin sie ihre Mund-Nasen-Bedeckungen ordnungsgemäß angelegt hätten. Als Einsatzkräfte wenige Minuten später erneut an der Gruppe vorbei kamen, habe der 15- Jährige seine Maske aber bereits wieder abgenommen, woraufhin eine Anzeige aufgenommen wurde.

Auch in den Verkehrsmitteln blieb es in einigen Fällen bei einer Verwarnung, da man lediglich auf die richtige Trageweise der Mund-Nasen-Bedeckung hinweisen musste. "In den Verkehrsmitteln selbst wurden kaum Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt", zieht die Polizei Bilanz. "Personen, welche im Verkehrsmittel überhaupt keine Maske trugen, waren die Ausnahme."

Weitere Kontrollen angekündigt

So zum Beispiel ein 24-jähriger Fahrgast, der gegen 20 Uhr in der Augsburger Innenstadt unterwegs war. Der Augsburger hatte in der Straßenbahn Linie 4 keine Maske angelegt und gab an, von einer Maskenpflicht nicht gewusst zu haben. Ihn erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Die Polizei Nordschwaben appelliert auch über den Aktionstag hinaus an die Bürger, die Maskenpflicht weiterhin zu beachten. Kontrollen zur Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen würden weiterhin durchgeführt. (pm)

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