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Stadt Augsburg und die Polizei warnen vor Hausbesuchen von Impfbetrügern – Auch ein Fall in Langweid

In Augsburg wird nicht per Hausbesuch geimpft, erklärt die Stadt und warnt vor Impfbetrügern, die derzeit offenbar unterwegs seien (Symbolbild).

Vor "professionell organisiertem Betrug um Impfungen" warnen am Donnerstag die Stadt Augsburg und die nordschwäbische Polizei. Augsburger Senioren seien bereits zu Opfern geworden. In Langweid stand ein falsches Impfteam vor der Türe einer Seniorin.

Wie die Stadt Augsburg berichtet, hätten, im Vorfeld der anstehenden Covid-19-Impfungen von Senioren über 80, professionell organisierte Betrüger mit vermeintlichen Impfterminen versucht, Zugang zu Wohnungen zu erhalten. Demnach kündigten Betrüger einem älteren Ehepaar in Augsburg das Kommen eines Impfteams an. Da dieser Termin aber weder von der Stadt Augsburg noch von der Bäuerle Ambulanz, dem Betreiber des Impfzentrums, geplant sein konnte, sei der Vorfall an die Polizei gegeben worden, so die Stadt, die nachdrücklich darauf hinweist, "dass derzeit keine Hausbesuche zur Covid-19-Impfung durch die Stadt Augsburg angeboten werden".

Betrüger auch in Langweid unterwegs

Bereits am Mittwoch hatten laut Polizei eine bislang unbekannte Frau und ein unbekannter Mann gegen 12 Uhr bei einer 92-Jährigen in der Achsheimer Straße in Langweid geklingelt und sich als mobiles Impfteam ausgegeben. Nach kurzem Gespräch und ohne, dass die Frau sie herein gebeten hätte, seien die beiden in das Wohnhaus hineingegangen. Der Mann sei mit der Seniorin umgehend in die Küche gegangen. Er "gab vor, Schreibarbeiten erledigen zu müssen", berichtet die Polizei. Seine Begleiterin habe sich in dieser Zeit circa fünf Minuten unbeaufsichtigt im Wohnhaus bewegen können. Danach verschwanden die beiden wieder.

Die Rentnerin konnte noch erkennen, dass beide ungebetenen Gäste in ein rotes Auto stiegen und davonfuhren. Der Wagen war unmittelbar vor dem Wohnhaus geparkt. Beide Personen hätten weder medizinische Bekleidung noch einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Die 92-Jährige verständigte nach dem Vorfall einen Familienangehörigen, der sich daraufhin an die zuständige Polizeiinspektion wandte. Bislang sei kein Beuteschaden bekannt.

Angaben zum Kennzeichen des Autos habe die Seniorin nicht machen können. Der Mann und die Frau werden wie folgt beschrieben: Männlich, circa 30 Jahre alt, 1,75 Meter groß, schlanke Figur, kurze Haare, ohne Bart, ohne Brille und weiblich, circa 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß, korpulente Figur, glatte, schulterlange Haare, ohne Brille. Hinweise nimmt die Polizei unter 0821/323 1810 entgegen. (pm)

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