Region: Augsburg Stadt

Künstliche Intelligenz in Schwaben nimmt zu

Die AI Convention der IHK Schwaben ist ein Fachforum rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Sie soll am 10. und 11. März erneut stattfinden.

Die Hightech Agenda hat der Technologie in der Region laut der IHK Schwaben einen Schub gegeben.

Immer mehr Unternehmen in Bayerisch-Schwaben wollen laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) künftig auch auf die Technologie der Künstlichen Intelligenz (KI) setzen. Bereits jetzt arbeiten 43 regionale Unternehmen an den ersten konkreten KI-Projekten.

Diese Unternehmen haben sich kürzlich zu einem KI-Produktionsnetzwerk zusammengeschlossen. Auf Initiative der Stadt Augsburg arbeiten darin neben der IHK Schwaben und weiteren Institutionen wie dem Fraunhofer-Institut und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die schwäbischen Firmen in Zusammenarbeit mit der Hochschule und der Universität an der Künstlichen Intelligenz. „Wir erfahren derzeit eine wachsende Resonanz durch die Unternehmen“, sagt Nina Reitsam, Leiterin des Geschäftsfeldes Industrie und Innovation bei der IHK Schwaben. „Viele wagen bei KI nun den Schritt in die praktische Umsetzung.“

Die Bayerische Staatsregierung fördert die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in Bayern durch die Hightech Agenda. Auch die IHK Schwaben will die Unternehmen in diesem Feld künftig stärker unterstützen.

Dabei hätten sich diese zunächst eher zurückhaltend beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz gezeigt. „In Bayerisch-Schwaben gab es einige Vorreiter, die bereits sehr aktiv waren“, so Reitsam. „In der Breite zeigten sich die Unternehmen aber eher abwartend, obwohl viele die Potenziale dieser Technologie erkannt haben.“ Noch 2019 hätten deutschlandweit laut einer Erhebung des Bundeswirtschaftsministerium nur rund 5,8 Prozent aller Unternehmen KI-Anwendungen eingesetzt.

Hightech Agenda Plus bringt 92 Millionen Euro mit sich

Die Ankündigung der Hightech Agenda Plus, die 92 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre vorsieht, habe das aber verändert – und dem schwäbischen KI-Produktionsnetzwerk „reichlich Zulauf beschert“.

Durch die bayerischen Förderprogramme soll die Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Gebiet für Unternehmen aller Branchen gesteigert werden. Als Produktionsstandort profitiere Bayerisch-Schwaben laut der IHK aber besonders von der Künstlichen Intelligenz. Fast ein Drittel der Bruttowertschöpfung in der Region entfalle auf das produzierende Gewerbe. „Gerade hier können KI-Lösungen Prozesse beschleunigen und verbessern und durch einen effizienten Werkstoffeinsatz günstiger machen“, so Reitsam. Das KI-Produktionsnetzwerk wiederum ermögliche es regionalen Unternehmen, im Austausch mit den Forschungsinstitutionen vor Ort an dem Thema zu arbeiten, individuelle Anwendungsmöglichkeiten auszuloten und letztlich von den Fördergeldern zu profitieren.

Auch die IHK Schwaben will Unternehmen unterstützen, die sich für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz interessieren und bietet deshalb verschiedene Informationsmöglichkeiten an. „Wichtig ist, dass diese Schlüsseltechnologie in den Führungsetagen diskutiert wird, aber auch in der Belegschaft das nötige Wissen vorhanden ist“, betont Reitsam.

Fachforum für Künstliche Intelligenz für März geplant

Darum gebe es bei der IHK verschiedene Angebote. Die AI Convention, die am 10. und 11. März als „hybrides Event“ eingeschränkt vor Ort und digital stattfinden soll, richte sich etwa vor allem an die Unternehmens-Verantwortlichen und Technik-Experten. Das KI-Fachforum findet heuer zum dritten Mal statt. Auf dem „Coding Bootcamp“ können dagegen zum Beispiel die Mitarbeiter mehr über das Programmieren erfahren, während der kostenlose Online-Kurs „Elements of AI“ die Künstliche Intelligenz möglichst vielen Menschen zugänglich machen soll. (pm)

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