Bahnpark hat mit Corona-Krise zu kämpfen

Der Bahnpark Augsburg hat endlich Sicherheit, dass auf dem Gelände auch künftig ein Museumsbetrieb möglich sein wird. Die Corona-Krise macht dem Betreiber allerdings zu schaffen.

Große Modelleisenbahn muss rentablerer Attraktion weichen.

Auch der Bahnpark Augsburg hat mit der Coronakrise zu kämpfen, nachdem der Museumsbetrieb auf dem Gelände erst im vergangenen Jahr offiziell genehmigt wurde. Die Betreiber wollen ein neues Konzept umsetzen, das das Museum für die Zukunft finanziell sicher aufstellen soll. Der Neuausrichtung des Museums fällt nun vorerst auch eine beliebte Besucherattraktion zum Opfer.

Seit dem Jahr 2016, als ein langwieriges Genehmigungsverfahren für den musealen Betrieb auf dem Gelände begann, kämpft der Bahnpark Augsburg um seine Existenz. Die lange Zeit, in der kein regulärer Museumsbetrieb möglich war, stellte die Betreiber vor finanzielle Schwierigkeiten, die zu großen Teilen mit Spenden und öffentlichen Zuschüssen ausgeglichen werden mussten. Im November vergangenen Jahres fiel dann endlich die Entscheidung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof; das Gelände war für den Museumsbetrieb zugelassen.

Doch auch in diesem Sommer kann der Bahnpark aufgrund der Corona-Krise vorerst nicht zu einem regulären Betrieb übergehen. Wichtige Behördentermine seien aufgrund der Pandemie im Frühjahr nicht zustande gekommen, weshalb der Bahnpark weiterhin nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Allerdings arbeiten die Betreiber inzwischen an der Umsetzung ihres Konzepts für den dauerhaften und finanziell rentablen Betrieb des Eisenbahnmuseums.

Da dieses Konzept sich auf das Projekt "Rundhaus Europa", das die europäische Einigungsgeschichte anhand historischer Dampfloks verschiedener Länder nacherzählen soll, sowie auf die historische Dampflokwerkstatt konzentriert, mussten zwei Lokomotiven, die nicht mehr in das Konzept passten, bereits die Sammlung des Bahnparks verlassen. Sie stehen nun in Nördlingen.

Auch eine weitere Attraktion wird künftig nicht mehr in dem Museum zu sehen sein: Die große Modelleisenbahn, die seit Jahren von ehrenamtlichen Modellbaufreunden für die Besucher des Bahnparks auf- und ausgebaut wurde, wurde in dieser Saison zum letzten Mal in Schuss gebracht. Ab Ende Oktober wird in der Halle Platz gemacht für eine alternative Attraktion, die mehr Einnahmen für das Museum generieren soll – dies könnte auch damit zu tun haben, dass die Modellbahn nur sonntags besichtigt werden konnte.

Was künftig in der Dampflokhalle stehen wird, ist noch nicht bekannt. Man sei allerdings bereits in Verhandlungen wegen der neuen Attraktion, so Bahnparkchef Markus Hehl. (lat)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 

Neueste Kommentare

2 0 2 0 - die "Weltenburger Enge …
3 Tage 11 Stunden
Über 15.000 Austritte aus der katholischen Kirche …
3 Tage 18 Stunden
Neue Ausstellung von Uli Stein in Museum und …
1 Woche 1 Tag
Wege gehen
1 Woche 3 Tage
Fast ein alltägliches Bild, Indisches Springkraut …
1 Woche 6 Tage


X