Region: Augsburg Stadt

Denkmalpreis für neue Brechtbühne im Ofenhaus

Vorher und nachher: Für die Umwandlung des Ofenhauses in ein Theater und ein Restaurant sind die Stadtwerke Augsburg vom Bezirk ausgezeichnet worden.

Das Ofenhaus des Gaswerks in Oberhausen hat sich in ein Theater und Restaurant verwandelt. Dafür gibt es nun den Denkmalpreis des Bezirks.

Kirchen, Schlösser, Dorfstrukturen – und das Augsburger Ofenhaus. Mit dem Denkmalpreis prämiert der Bezirk Schwaben Sanierungsprojekte, die sich durch fachliche Qualität, finanzielles Engagement, Kreativität sowie durch eine besondere Bedeutung der Denkmäler auszeichnen.

Wo sich früher in den Hochöfen Steinkohle zu Gas verwandelte, wird inzwischen gespielt und gespeist – zumindest wenn keine Corona-Einschränkungen gelten. Das Ofenhaus des Gaswerks in Oberhausen hat sich in ein Theater und Restaurant verwandelt. Dahinter steckt eine umfangreiche und komplizierte Sanierung, die der Bezirk nun mit dem Denkmalpreis würdigt. „Das Ofenhaus befeuert heute die Kulturszene in Augsburg und trägt dazu bei, dass sich ein ganzer Stadtteil weiterentwickelt“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. Zwischen 1915 und 1968 wurde im Ofenhaus Kohle verbrannt, danach diente es als Kulissenlager für das Stadttheater. Die Planungen für die neue Brechtbühne begannen schließlich 2015.

Im Zuge der Sanierung legten die Bauherren alle tragenden Bauteile frei und stellten diese anschließend mit neuester Betontechnologie wieder auf. Die Oberflächenstruktur stimmten sie mit der Denkmalpflege ab, um den historischen Charakter zu erhalten. So konnte beispielsweise der westliche Teil in seinem Volumen erhalten bleiben. Die denkmalpflegerische Sanierung des Ofenhauses umfasst neben der Umnutzung auch den Neubau der Theaterwerkstätten, die sich durch einen gläsernen Verbindungsbau an das Haus anschließen sowie parallel zu diesem Gebäudekomplex ein neues Parkhaus.

„Das Projekt der Stadtwerke Augsburg beeindruckt mich“, so Bezirksheimatpfleger Peter Fassl. „Es ist schön zu sehen, wie das Miteinander von Alt und Neu umgesetzt wurde, ohne dass der historische Charme verloren geht.“

Mit dem Denkmalpreis prämiert der Bezirk Schwaben Sanierungen, die sich durch fachliche Qualität, finanzielles Engagement, Kreativität sowie Bedeutung des Denkmals auszeichnen. Insgesamt wurden in diesem Jahr fünf Preise verliehen. Den mit 15.000 Euro dotierten Preis erhielt die Gemeinde Hainsfarth für die Sanierung einer jüdischen Schule. Zudem wurden zwei Sonderpreise verliehen, die mit 7.500 Euro dotiert sind: Sie gingen an die Gemeinde Unteregg für die denkmalpflegerische Sanierung des ehemaligen Pfarrhofs sowie an das Bauernhaus der Familie Schmölz in Altstädten-Sonthofen. Einen undotierten Preis erhielt neben den Stadtwerken auch die Sozialbau Kempten für die Sanierung der Weberei Shedhalle und der Schlichterei. (pm)

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