Region: Augsburg Stadt

Der "erste Modeblogger" aus Augsburg: Sonderausstellung im Maximilianmuseum nach dem Lockdown

Seine modischen Entscheidungen dokumentierte der Augsburger Matthäus Schwarz in zahlreichen Bildern.

Das Augsburger Maximilianmuseum ist auf das Ende des Lockdowns vorbereitet: Mit einer neuen Sonderausstellung, die eröffnen soll, wenn es denn wieder erlaubt ist. Geplant ist die Ausstellung "Dressed for Success" über das Modetagebuch des Augsburgers Matthäus Schwarz aus dem 16. Jahrhundert zunächst bis Februar. Sollte der Shutdown allerdings länger dauern, könne auch die Ausstellung noch verlängert werden.

Das Museum bezeichnet Matthäus Schwarz, der im Jahr 1497 geboren wurde, als den "ersten Modeblogger". Denn wie die Modefans, die heute im Internet teilen, was sie gerade so tragen, entschied sich auch der junge Kaufmann, seine Kleiderwahl in Bildern zu dokumentieren. Und tatsächlich tat er das auch 40 Jahre lang. Von seinen kostbaren, oft auch extravaganten Kleidungsstücken, ließ Matthäus Schwarz kleine Portraits anfertigen, die er im "klaidungsbuechlin" sammelte.

Die Modeentscheidungen des Kaufmanns, der schließlich zum Hauptbuchhalter der Fugger wurde, zeigen auch seinen beruflichen und sozialen Aufstieg. Heute ist das Büchlein im Besitz des Herzog Anton Ulrich Museums in Braunschweig. Für die Ausstellung kommt es aber wieder, neben Kunstwerken von Albrecht Dürer, Hans Holbein dem Älteren, Hans Daucher und Christoph Amberger, nach Augsburg zurück. Aus "konservatorischen Gründen" wird es laut dem Museum wohl zum letzten Mal in seinem Entstehungsort zu sehen sein. Bis zur Eröffnung gibt es auch eine "multimediale Ausstellungsseite" im Internet unter kunstsammlungen-museen.augsburg.de/dressed.

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