"lab30" setzt auf interaktive Installationen

Musik sichtbar machen: Eine interaktive Audio-Visualisierung ist nur ein Teil des Programms von lab30.

Mit einer Ausstellung und einem internationalen Konzertprogramm findet das lab30 im Kulturhaus abraxas in diesem Jahr zum 19. Mal statt. Knapp 150 Bewerbungen sind auf die internationale Ausschreibung eingegangen, woraus die Organisatorinnen ein pandemietaugliches Programm konzipiert haben.

So werden in der Großen Halle des Kulturhauses abraxas sowie auf dem Außengelände 15 aktuelle Exponate aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Slowenien, aber auch aus der Region gezeigt. Die Ausstellung kann nur im Rahmen von Führungen besucht werden. Die Gruppengröße ist dabei den aktuell geltenden Bestimmungen angepasst. Jede Führung wird kunstpädagogisch begleitet, außerdem nehmen ausgewählte Künstler daran teil.

Alle Live-Programme sind im Rahmen eines Kombitickets zugänglich. Die Anzahl ist jeweils begrenzt, so dass der Mindestabstand zwischen den Besuchern im abraxas Theater, in der Kirche St. Thaddäus und auch im Außenraum gewahrt werden kann. Das Programm zum Festival und der Ticketshop finden sich im Internet unter www.lab30.de.

Teil des Programms sind unter anderem der Neusässer Benedikt Heinz, der sich in seiner Arbeit mit der Corona-Warn-App auseinandersetzt oder Guido Weggenmanns interaktive Installation, bei der sich die Besucher gegenseitig „Rückenwind“ spenden können. Die Berlinerin Kerstin Ergenzinger präsentiert ihren raumgreifenden Klangkörper „Pluvial“, der Niederschläge auf den Weltmeeren sinnlich erfahrbar macht. Helmut Smits aus Rotterdam lädt mit seiner Online-Uhr „Screen Time“ dazu ein, einen Screenshot der eigenen Handyoberfläche hochzuladen und so einen Beitrag zu einer gemeinschaftlich gestalteten Uhr zu leisten. Und die Slowenin Neza Jurman verwandelt die Terrasse des Kulturhauses in ein interaktives audiovisuelles Erlebnis. Metallfedern an Bäumen erzeugen gemeinsam mit Bewegungssensoren ein Zusammenspiel von Zufallsreflexionen, ein interaktives Lichtmikroleben.

Den Auftakt zum Live-Programm macht Elisabeth Schimana, die am Donnerstag, 29. Oktober, um 18 Uhr in der Stadtbücherei ihr Buch „Hidden Alliances“ vorstellt. Selbst seit Jahrzehnten als Klangkünstlerin aktiv, hat die Wienerin hierfür Leben und Werk von 20 Pionierinnen der elektronischen Musik recherchiert. Selbst zu hören sein wird Schimana am Freitag, 30. Oktober, in zwei Konzerten in der St. Thaddäus-Kirche mit ihrem Mehrkanal-Live-Elektronikwerk „Sternenstaub“. Im Kulturhaus abraxas wird das Bühnenprogramm am Donnerstag von Malte Jehmlich und Korhan Erel mit „Nervous Entanglement“ eröffnet. Mit einem spielerischen audiovisuellen Versuch, mit Tönen, Synthesizern, manipulierten Overheadprojektoren und einem Robotikarm gehen sie der Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Maschine nach.

Wer sich lieber ins Gelände begibt, kann bei zwei Audiowalks am Samstagabend die Umgebung des Kulturhauses auditiv erleben: Die Echtzeitanwendung "TRACK_48N10E" macht die Umgebung mittels eines virtuellen Synthesizers hörbar und verändert die entstehende Klanglandschaft mit jedem Schritt. In der Nachtwanderung „SomBat Walk“ wiederum laden Davide Tidoni und Hannes Hoelzl ein, die Akustik der Stadt mithilfe eines Impulsgenerators, dem SomBat zu erforschen. Der tragbare Klangprojektor ermöglicht es Menschen, das exzellente raumbildende Gehör von Fledermäusen zu erleben. Für Kinder werden an den Nachmittagen altersgerechte Führungen und Lauschtouren angeboten. (pm)

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