So sieht die heilige Corona aus

Die Heilige Corona von Johann Adam Stockmann.

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg besitzen ein seltenes Blatt mit der Darstellung der Heiligen Corona. Die frühchristliche Märtyrerin war die Patronin der Schatzgräber und Fleischer.

Corona ist nicht nur der Name eines derzeit sehr präsenten Virus – oder einer Biermarke. Corona ist auch der Name einer Heiligen, die der Legende nach im zweiten Jahrhundert um 160 bis 177 nach Christus lebte. Sie soll eine frühchristliche Märtyrerin gewesen sein, die in Ägypten oder Syrien zusammen mit dem Heiligen Viktor wegen ihres christlichen Glaubens umgebracht wurde.

Während man Viktor mit dem Schwert enthauptete, band man Corona mit den Armen an je eine Spitze zweier zur Erde gebogener Palmen und ließ diese dann emporschnellen. Genau dieser Moment ist auf der unteren Hälfte einer Zeichnung dargestellt, die sich in der Grafischen Sammlung Augsburg befindet.

Corona wird durch die emporschnellenden Bäume in die Luft gehoben und einen Moment später von diesen wohl zerrissen. Die Zeichnung wurde von Johann Adam Stockmann (circa 1700 bis 1783) mit Feder in schwarz gezeichnet und grau laviert.

Ihren Namenstag feiert Corona am 14. Mai. Dargestellt wird sie häufig mit Palmen, einem Goldstück oder – ihrem Namen entsprechend – mit einer Krone. Palmen und Kronen finden sich auch gleich mehrfach auf der Zeichnung aus der Grafischen Sammlung. Corona gilt als Patronin in Geldangelegenheiten, sowie der Schatzgräber und Fleischer. (pm)

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