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Augsburgs erste Schritte in der Hightech-Agenda: Künstliche Intelligenz in der Produktion

Künstliche Intelligenz in der Produktion: Mit den angekündigten Mitteln aus der Hightech-Agenda will die Universität Augsburg in einem KI-Produktionsnetzwerk herausfinden, welche Lösungen der Künstlichen Intelligenz sich für den Einsatz in der Produktion eignen.

Das Produktionsnetzwerk Künstliche Intelligenz (KI) hat seit seiner Ankündigung von Markus Söder Ende September Fahrt aufgenommen. Die Universität Augsburg plant ein Produktionsnetzwerk, das regionalen Unternehmen praktische Möglichkeiten bieten soll, von den Forschungserfolgen der Augsburger KI-Experten zu profitieren. Die hierfür benötigten Mittel sollen aus dem Hightech-Agenda-Topf der bayerischen Landesregierung zur Verfügung gestellt werden.

„Als einzige Universität in Bayerisch-Schwaben möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern DLR und Fraunhofer für die Region Augsburg einen innovativen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Region leisten. Hiesige Unternehmen sollen die Potentiale des Einsatzes von Digitalisierung, Industrie 4.0 Techniken und künstlicher Intelligenz (KI) testen und bei Bedarf direkt in ihre Produktion überführen können“, fasst Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg, die Idee des KI-Produktionsnetzwerks zusammen.

Derzeit bereitet die Universität zusammen mit den beiden außeruniversitären Forschungseinrichtungen am Campus, dem Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik und dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt eine umfassende Handlungsstrategie vor, die insbesondere den Bedürfnissen der regionalen produzierenden Industrie zu Gute kommen soll. Das Netzwerk der Forschungseinrichtungen verfügt demnach bereits jetzt über eine enorme Erfahrung zur Erforschung einer hochmodularen, werkstoffoptimierten Produktion. Dies umfasst intelligente, nachhaltige Lieferketten, generative Produktionsmethoden, werkstoffgerechtes Design, werkstoffadaptive Produktionsprozesse und -planung, sowie integrierte Werkstoff- und Bauteilprüfung.

Diese Strategie wird durch gemeinsame Aktivitäten mit weiteren regionalen Partnern wie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg, der Industrie- und Handelskammer Schwaben, der Handwerkskammer für Schwaben, dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, dem Cluster Mechatronik & Automation, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sowie dem Verein Composites United ergänzt.

„Dieses Wissen können wir mit den Mitteln der Hightech Agenda unseren unternehmerischen Partnern vor Ort ganz praktisch zur Verfügung stellen, um sich neue Produktionsfelder und -wege zu erschließen.“, erklärt Malte Peter, Vize-Präsident für die Bereiche Innovation, Transfer und Allianzen der Universität Augsburg. Mit durch den Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Mitteln sollen Maschinen und Anlagen erworben werden, die der Umsetzung von Anforderungen von Unternehmen dienen.

Innerhalb des Netzwerkes mit DLR und Fraunhofer werden Verbundforschungsprojekte mit der Industrie initiiert – und es wird eine Technologieplattform für den erfolgreichen Transfer von der Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung geben. „In diesem Erfahrungsraum soll zusammen mit Industrieunternehmen erforscht werden, welche KI-Lösungen sich für einen Einsatz eignen, und wie diese am besten in vorhandene Prozesse integriert werden können. Es ist das erklärte Ziel, dass das KI-Produktionsnetzwerk ein fruchtbarer Nährboden für neue Arbeitsplätze in unseren regionalen innovativen, produktionsstarken Unternehmen wird.“, führt Peter weiter aus.

Das KI-Produktionsnetzwerk erlaube regionalen Akteuren der Wirtschaft Zugang zu modernster Produktionstechnologie, um ihre Konkurrenzfähigkeit im globalen Wettbewerb zu erhalten und ihre KI-Kompetenzen auszubauen. Dadurch soll sowohl kurzfristiger wirtschaftlicher Einfluss erzeugt als auch die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft gesichert werden. (pm)

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