“Aux.atmen” in Augsburg: Neuer Verein stellt Masken her

Community-Masken für Augsburg: Neuer Verein will Mund- und Nasenschutz für alle bereitstellen.

Neuer Verein in Augsburg will Alltagsmasken für Bedürftige bereitstellen.

„Aux.impact“, ein in Augsburg neugegründeter Verein, will in der Corona-Krise denjenigen in der Stadt helfen, die es auch ohne Corona schon schwer haben. Mit der Spendenaktion “aux.atmen” sollen 5.000 Masken für die hilfsbedürftigen Augsburger bereitgestellt werden.

„Am Anfang stand die Idee, Spenden zu sammeln, um in den kleinen, lokalen Änderungsschneidereien Alltagsmasken für die Bedürftigen der Stadt nähen zu lassen“, erklärt Nico Kanelakis. Der 43-Jährige ist Vorsitzender des Vereins und zusammen mit seiner Stellvertreterin, Elisabeth Mess, Initiator der Aktion. „Es ist schon eine Herausforderung, in einer Zeit der Ausgangsbeschränkungen, so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Was im persönlichen Gespräch schnell geklärt ist, dauert digital oft länger.“, sagt Mess. Im Hauptberuf ist die 24-Jährige in der Forschung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Augsburg tätig.

Nun fanden sich zehn Gründungsmitglieder in einer Videokonferenz zusammen, um den Verein aux.impact als Träger der Spendenaktion auf digitalem Weg zu gründen.

“Das dem Latein entlehnte aux steht bei uns zwar auch für Augsburg, aber in erster Linie für Hilfe und Unterstützung”, sagt Kanelakis, der bis 2008 für die SPD im Augsburger Stadtrat saß. Das “impact” im Vereinsamen stehe “für die Wirkungskraft und den Einfluss, den jeder einzelne habe”.

Die Alltagsmasken – in der Vereinssprache impact.masken genannt – werden zu Beginn in drei lokalen Änderungsschneidereien zu fairen Konditionen genäht. „Je nach Spendenaufkommen werden aber weitere Betriebe hinzukommen“, erklärt Kanelakis. Zu den zahlreichen Näh-Aktionen, die bereits laufen, sagt er: “Es ist klasse, wenn so viele Menschen wie möglich, Masken nähen, um sich und andere damit zu versorgen, aber nicht jeder kann nähen oder hat die nötige Ausstattung dazu." Die Spendenaktion sei eine Möglichkeit für alle, die helfen möchten ohne selbst zu nähen.

Zusammenarbeit mit SKM, Drogenhilfe und Freiwilligenzentrum

Die ersten Partner-Organisationen hat aux.impact schon: Der SKM Augsburg, zu dessen Hilfsangeboten unter anderem die Wärmestube, Streetwork sowie Kümmererdienste für dezentral untergebrachte Flüchtlinge gehören, die Drogenhilfe Schwaben und das Freiwilligenzentrum. Der SKM Augsburg als Fachverband der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe begrüße "und unterstützt das Projekt aux.atmen. Es versorgt Menschen mit Masken, die sich in prekären Lebenslagen befinden und oft zu den sogenannten. Risikogruppen gehören“, wird Pia Härtinger, SKM, in der Mitteilung von aux.impact zitiert. Die Partner-Organisationen sollen die impact.masken zielgenau an die Empfänger verteilen.

Zwar könne der Verein derzeit noch keine Spendenquittungen ausstellen, so Kanelakis, er rechne aber bereits in der kommenden Woche mit der Zuerkennung der Gemeinnützigkeit durch die Finanzbehörden. Elisabeth Mess ist optimistisch, dass man dann auch größere Spendensummen einwerben könne. Neben der Internet-Spendensammlung können Geldspenden für aux.atmen auch direkt auf das Konto des Vereins überwiesen werden. Außer Geld sammeln die beiden gemeinsam mit Ihren Helfern darüber hinaus auch Sachspenden. Insbesondere reine Baumwollstoffe und Hosengummibänder sind für die Produktion nötig, aber im Moment schwer zu bekommen. (pm)

Die Internetseite von aux.impact ist bereits online. Auch die Sammelaktion über eine Spenden-Plattform im Internet ist bereits gestartet. Unter https://www.gofundme.com/f/auxatmen können sich spendenwillige ab sofort daran beteiligen. Der Verein will auch in Echtzeit und so transparent wie möglich über die Verwendung der Spenden informieren.

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