Beschäftigte der Augsburger Altenpflege fordern auch in Corona-Zeiten bessere Bezahlung

Protest mit Abstand: Mehr Gehalt fordern auch die Angestellten im städtischen Altenheim Servatius.

Im Seniorenzentrum Servatius im Hochfeld gibt es drei Corona-Fälle. Nach umfangreichen Tests gab die Stadt Augsburg diese Woche Entwarnung, kein weiterer Bewohner oder Mitarbeiter hat sich angesteckt. Die Beschäftigten forderten indes mehr Geld – auch in Corona-Zeiten wollen sie auf ihre Situation aufmerksam machen.

Aber wie kämpft man in Zeiten der Pandemie und im Corona-Hotspot für mehr Gehalt? Heraus kam Protest mit Abstand und "in abgespeckter Form", wie Verdi es formuliert. Die Gewerkschaft hatte zur "aktiven Mittagspause" aufgerufen und der Platz vor dem Pflegeheim war mit Markierungen gestalten. Nicht nur 1,5 Meter sondern 2 Meter waren als Abstand markiert und die Mitarbeiter behielten ihren Mund-Nasenschutz auch im Freien auf.

"In der Krise wurden wir beklatscht, besungen und als die Helden von Corona gefeiert", so Dieter Lützow, Personalratsvorsitzende der Städtischen Altenheime in Augsburg. "Doch kaum geht es darum, diesen Helden auch eine angemessene Lohnerhöhung zu geben, haben die Arbeitgeber vergessen, wer die Kohlen aus dem Feuer geholt hat."

Hintergrund ist die Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft fordert 4,8 Prozent für ein Jahr, mindestens 150 Euro und für Auszubildende 100 Euro. (pm)

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