Region: Augsburg Stadt

Weitere Corona-Fälle in zwei Augsburger Altenheimen

In zwei Augsburger Senioreneinrichtungen wurden weitere Bewohner und Mitarbeiter positiv auf Corona getestet.

Trotz "Vorsichts- und Schutzmaßnahmen" gebe es nach wie vor keinen Stillstand an Corona-Neuinfektionen in der Altenhilfe Augsburg. Das meldet nun die Stadt. Im Seniorenzentrum Lechrain und im Hospital-Stift seien weitere Bewohner und Mitarbeiter positiv getestet worden.

Das Hospital-Stift, wo bereits vor zwei Wochen ein Ausbruch festgestellt wurde, meldet am Montag vier weitere Corona-Fälle bei Bewohnern. Insgesamt wurden bislang 31 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet. Lediglich bei einer Person zeige sich ein Verlauf mit stärkeren Symptomen, wie etwa leicht erhöhter Temperatur. Zwei Betroffene hätten leichte bis milde Symptome, heißt es von der Stadt.

Aufnahmestopp im Hospital-Stift

Mit weiteren zwei Mitarbeitern ist die Zahl auf 14 Personen mit einer Covid-19-Infektion im Personalbereich des Hospital-Stifts gestiegen. „Auch hier zeigen sich nur vereinzelt Krankheitssymptome, die bisher glücklicherweise alle nur in milder Form verlaufen“, berichtet Einrichtungsleiter Michael Meier.

Der Großteil der Mitarbeiter habe die Quarantänezeit bereits hinter sich. Dennoch nehme die Einrichtung aus Sicherheitsgründen keine neuen Senioren auf. Da die Gemeinschaftsräume derzeit nicht für Begegnungen genutzt werden können, übernimmt das Pflegepersonal neben der Behandlungspflege zusätzlich auch täglich soziale Betreuungsaufgaben. „Wir versuchen eine soziale Isolation mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu vermeiden“, sagt Werkleiterin Susanne Greger. „Vereinzelt nutzen einige Seniorinnen und Senioren, die von uns organisierten Videotelefonate mit Angehörigen.“

Neue Infektionen im Seniorenzentrum Lechrain

Auch im Seniorenzentrum Lechrain ist die Anzahl der positiv getesteten Bewohner nochmals angestiegen. Aktuell sind derzeit 36 Menschen, die überwiegend eine demenzielle Erkrankung haben, positiv auf Covid-19 getestet worden. Bislang zeigten vier der Senioren milde Krankheitssymptome, wie Husten, Heiserkeit und leichte körperliche Schwäche.

Bisher musste die Einrichtung drei Pandemiezonen schaffen, um einerseits den Schutz der Gesunden zu gewährleisten und andererseits den Bewegungsdrang der erkrankten Senioren nicht einschränken zu müssen. „Das Haus Lechrain ist bemüht die Bedürfnisse der Bewohnerschaft nach Nähe und Kontakt zu ermöglichen, jedoch ist die Gefährdungslage demenziell erkrankter Menschen durch ihr Kontaktbedürfnis besonders hoch“, so Einrichtungsleiterin Petra Fachet.

Zur weiteren Prüfung und Früherkennung von Infektionen sollen im Seniorenzentrum Lechrain, dem Hospital-Stift und den anderen drei städtischen Senioreneinrichtungen weiterhin "engmaschig Testungen durchgeführt werden". Dennoch könne man sich damit nicht in Sicherheit wiegen, wie Werkleiterin Susanne Greger betont: „Wir sind weiterhin in Sorge um die Gesundheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner und hoffen auf das Durchhaltevermögen unseres Personals“. (pm)

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