Nach Corona-Fällen in Altenheim: Reihentests ergeben eine weitere Infektion

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass sich zwei Angestellte des Seniorenzentrums Servatius mit dem Coronavirus infiziert hatten, haben Reihentests eine weitere Infektion ergeben.

Nachdem am Samstagvormittag am Seniorenzentrum Servatius bekannt wurde, dass bei zwei miteinander verwandten Mitarbeiterinnen positive Corona-Tests vorliegen, wurde in der Einrichtung der Altenhilfe Augsburg am Wochenende eine umfängliche PCR-Testung in der betroffenen Wohngruppe durchgeführt. Die neue Bayerische Testverordnung ermöglicht Reihentestungen in Senioreneinrichtungen sofort, auch wenn „noch kein unmittelbares Ausbruchsgeschehen“ zu verzeichnen ist. So habe man innerhalb weniger Stunden nach Bekanntwerden der zwei bestätigten Infektionen Corona-Tests in der Einrichtung durchführen können, berichtet die Stadt Augsburg.

Zwölf Bewohner und sieben Beschäftige habe man getestet. Dabei handelte es sich in einem ersten Schritt um den Personenkreis, der in den vergangenen zwei Wochen mit den beiden betroffenen Mitarbeiterinnen in direktem Kontakt stand. "Eine weitere Vorsichtsmaßnahme war, dass wir Mitarbeitende im Radius der zwei positiv getesteten Mitarbeitenden sofort aus dem Dienstplan herausgenommen haben und kurzfristig eine andere Besetzung organisiert haben", so Susanne Greger, Werkleiterin der Altenhilfe Augsburg.

57 negative Testergebnisse und eine bestätigte Infektion

Als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme sei am Sonntag eine größere Reihentestung bei 34 pflegebedürftigen Bewohnern des betroffenen Wohnbereiches durchgeführt worden. Zusätzlich wurden laut Stadt Augsburg fünf weitere Mitarbeitende getestet. Daraufhin lagen der Altenhilfe bereits am Montag die 58 Testergebnisse der Labordiagnostik vor. Bei insgesamt 57 Personen konnte ein negatives Testergebnis diagnostiziert werden. Das positive Testergebnis betrifft laut Mitteilung des Seniorenzentrums eine Bewohnerin, die nach dem Zuzug aus dem Krankenhaus aus Sicherheitsgründen bereits seit fast zwei Wochen ein Isolierzimmer bewohne. Dieser Befund stehe damit nicht im ursächlichen Zusammenhang mit den zwei bestätigten Corona-Fällen beim Personal des Seniorenzentrums.

Vorbeugende Maßnahmen

Die weitere Versorgung der betroffenen Bewohnerin, deren Zustand symptomfrei sei, werde zunächst in einem speziellen Pflegeapartment stattfinden. Dadurch soll eine Abgrenzung zum Wohnbereich sichergestellt werden.

Für den Wohnbereich des Seniorenzentrums wurde vorerst ein Besuchsverbot für Angehörige und ehrenamtlich Mitarbeitende ausgesprochen. "Mit den Tests mussten wir sehr kurzfristig am Wochenende reagieren, um eine mögliche Ausbreitung sofort zu erkennen und darauf reagieren zu können", erklärt Werkleiterin Susanne Greger. So sei das schnelle Eingreifen auch der hohen Sensibilisierung der Mitarbeitenden zu verdanken, die mit großer Vorsicht und engagiert das Schutzkonzept und die Hygienemaßnahmen umsetzten, um eine Infizierung von Mitarbeitenden und Bewohnern auszuschließen. "Je früher mit Sars-CoV-2 Infizierte erkannt werden, desto erfolgreicher lässt sich in Pflege- und Altenheimen intervenieren und desto besser können wir das Virus bekämpfen", sagt die Werkleiterin.

Weitere Tests geplant

Alle Beschäftigten des Seniorenzentrums Servatius sollen jetzt zeitnah auf das Coronavirus getestet werden, um „einem möglichen aktiven Infektionsgeschehen vorzubeugen“, beschreibt die Mitteilung die weiteren Maßnahmen. (pm)

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