Corona-Krise setzt Alten- und Pflegeheimen zu

Das Coronavirus ist auch in Augsburger Pflegeheimen angekommen (Symbolbild).

Ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf. Deshalb will auch die Stadt Augsburg Alten- und Pflegeheime besonders vor einem Ausbruch des Coronavirus schützen.

"Wir haben den ,Krisenstab Altenhilfe' als regelmäßig tagendes Gremium vor drei Wochen eingerichtet, um bestmöglich im sensiblen Bereich der stationären Einrichtungen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie zusammen zu arbeiten", beschreibt Ordnungs- und Gesundheitsreferent Dirk Wurm. Die Stadt Augsburg sei dabei das Bindeglied zwischen den Trägern, dem Freistaat Bayern und der Kassenärztlichen Vereinigung, "um zum Schutz der Bewohnenden sowie der Mitarbeitenden schnellstmöglich praktikable Lösungen umzusetzen".

Covid-19 bislang in zwei von 26 Augsburger Altenheimen ausgebrochen

In zwei von 26 Augsburger Altenheimen haben sich bisher Bewohner infiziert. Zehn Erkrankungsfälle wurden bestätigt, darunter ein Todesfall am 4. April.

In beiden Heimen haben die Träger gemeinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt umgehend Schutzmaßnahmen ergriffen: Die betroffenen Stationen wurden unter Quarantäne gestellt, Personal und Bewohnern wurden durch das Gesundheitsamt und die kassenärztliche Vereinigung umfangreich getestet. Zum Teil stehen die Ergebnisse noch aus.

In einem Heim konnten bereits alle Bewohner untersucht werden: Alle am 30. März durchgeführten Tests waren negativ.

„Die Alten- und Pflegeheime wie auch die ambulanten Pflegedienste in der Stadt Augsburg sind fachlich und organisatorisch gut aufgestellt. In jedem Haus gibt es eigene, auf die Situation abgestimmte Lösungen zum Umgang mit der Gefahr einer Verbreitung des Virus. Wir schätzen den starken Einsatz unserer Augsburger Pflegeeinrichtungen sehr und stehen wo immer möglich ihnen zur Seite“, sagt Sozialreferent Stefan Kiefer. Die staatlichen Hilfslieferungen mit Schutzausstattung des Freistaats Bayern seien an alle Einrichtungen im Stadtgebiet verteilt worden. Darüber hinaus beschaffe die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Augsburg weitere Masken, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung und stimmt die Verteilung an Einrichtungen der medizinischen Versorgung ab.

Um trotz Aufnahmestopp Augsburger mit Pflegebedarf weiterhin optimal zu betreuen, bereite man "mit den Trägern und Akteuren der Gesundheitsfürsorge derzeit geeignete Maßnahmen vor, um die Ab- und Zuverlegungen auf Grundlage der Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern sicherzustellen", heißt es von der Stadt. (pm)

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