In der Corona-Krise werden viele Menschen zu Helfern in der Not

Einkaufshelferin Andrea Siering mit Klientin.

Andrea Siering aus Augsburg und Ursula Schmid aus Steppach unterstützen die Malteser.

Die Malteser in der Diözese Augsburg erhalten derzeit viel Unterstützung von neuen ehrenamtlichen Helfern, die sich in der Krise einbringen wollen.

Eine davon ist Andrea Siering aus Augsburg, die sich als Einkaufshilfe bei den Maltesern gemeldet hat, um Risikogruppen, wie Senioren, zu schützen, und diese mit Botengängen oder Einkäufen in ihrem nun noch mehr eingeschränktem Leben zu unterstützen.

„Ich wollte und will helfen, habe nach der Arbeit Zeit, bin mobil und gesund“, erklärt Siering. Wie der Zufall es will, ist es nicht nur ein Geben und Nehmen, sondern auch die Möglichkeit, dass zwei Menschen sich begegnen, die sich gut verstehen und sich so eine Freundschaft entwickelt. Im Moment unterstützt Andrea Siering eine Familie aus Augsburg, eine Frau, die im Moment schwer erkrankt ist und immungeschwächt, und deren Eltern, die weit über 80 Jahre alt sind, und somit angewiesen auf externe Hilfe.

Jeden Freitag geht Andrea Siering für die Familie einkaufen, weil sie ohnehin für sich unterwegs ist. Die Übergabe findet mit Maske an den Treppenstufen vor dem Haus statt. Trotzdem bleibt Zeit für persönlichen Austausch.

Der Mangel an Masken zu Beginn der Maskenpflicht ließ auch Ursula Schmid aus Steppach schnell eine Entscheidung treffen: Sie nähte in ihrer Freizeit Masken. Sie möchte kein Geld damit verdienen, aber den Erlös der Masken, die sie für wenige Euro abgibt, gibt sie weiter an das Begegnungshaus im Park mit den beiden Abteilungen Malteser Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz (MalTa) und Offene Behindertenarbeit (OBA).

Anfangs nähte sie alle Masken selbst, da aber an den ersten Samstagen nach Ostern innerhalb von ein bis zwei Stunden die Masken bereits vergriffen waren, bat sie ihre Geschwister um Unterstützung.

Eigene Vorräte von Stoffen und Stoffe aus dem Begegnungshaus sowie gekaufte Stoffe werden für die Erstellung der Masken verbraucht. "Für jeden Geschmack ist das passende Muster dabei", betonen die Malteser.

Insgesamt sind nun an die 2000 Masken entstanden und weitergegeben worden. Als Ort des Maskenverkaufs dient das Foyer des Edeka-Geschäfts vor Ort. Andreas Schmid, der dortige Geschäftsführer, bat Ursula Schmid an, dort ihre Masken zu verkaufen. An acht Samstagen war Ursula Schmid ab 9 Uhr im Verkauf. Durch ihren Einsatz konnte sie dem Begegnungshaus im Park eine Summe von 4000 Euro übergeben. Die Malteser möchten dieses Geld in den Garten des Begegnungshauses in Schattenspender, einen Pavillon und einer Rundbank investieren. (pm)

Weitere Bilder

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 

Neueste Kommentare

Herbstsammlung
5 Tage 14 Stunden
Erntedank
2 Wochen 1 Stunde
Erntedank
2 Wochen 21 Stunden
Streifzug durch das schöne Augsburg
2 Wochen 1 Tag
Erntedank
2 Wochen 2 Tage


X