Corona-Pandemie: „Jedes Leben ist gleich viel wert“

Augsburgs Bischof Bertram Meier und Bayerns Gesundheits-Staatssekretär Klaus Holetschek trafen sich zum Gespräch über die Corona-Lage.

Gemeinsamer Appell von Staatssekretär Klaus Holetschek und Augsburgs Bischof Bertram Meier.

Augsburgs Bischof Bertram Meier und Bayerns Gesundheits-Staatssekretär Klaus Holetschek betonen gemeinsam: "Jedes Leben ist gleich viel wert." In Zeiten von Corona bedeute dies: Die Corona-Pandemie müsse durch eine gemeinsame Anstrengung aller so weit eingedämmt werden, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde und die Gefahr einer „Triage-Situation", in der Menschenleben gegeneinander abgewogen werden, gebannt werde. Das machten beide in einem Gespräch über die Corona-Lage deutlich.

„Das Gesicht eines Gemeinwesens zeigt sich im Umgang mit seinen schwächsten Gliedern“, sagte Bischof Bertram Meier. „Die Corona-Pandemie ist eine enorme Belastungsprobe für die Menschen – nicht nur körperlich, sondern zunehmend auch psychisch“, ergänzte Klaus Holetschek. „Viele leiden unter den geltenden Beschränkungen, fühlen sich einsam und haben Angst. Bilder wie von der ‚Querdenken‘-Demo in Leipzig schüren diese Angst noch. Sie zeigen, wie rücksichtslos sich manche verhalten und damit Mitmenschen gefährden. Das können wir nicht tolerieren.“ Für den nötigen gesellschaftlichen Zusammenhalt könne die Kirche gerade jetzt eine entscheidende Rolle spielen, so Holetschek: „Die christliche Botschaft der Hoffnung kann Halt bieten, Trost spenden und Zuversicht verbreiten. Das brauchen wir in der aktuellen Situation ganz besonders.“ (pm)

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