Corona - eine Veränderung für alle im St. Vinzenz-Hospiz

von LeserReporter Michaela Fuchs

Das St. Vinzenz-Hospiz in der Aussenansicht von vorne

In der Corona-Zeit zeigte das gesamte Team des St. Vinzenz-Hospiz e.V. eine hohe Flexibilität in der Umsetzung neu erlassener Vorschriften und arbeitete bereichsübergreifend – von Verwaltung über Sozialdienst und Ambulanz bis hin zur Station – professionell zusammen.

Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen ergab sich ein eingeschränktes Besuchsrecht, das es mit der Heimaufsicht zu klären galt. Hospizhelfern war die Tätigkeit auf der Station nicht mehr erlaubt, Beratungsgespräche fanden nur telefonisch statt, ambulante Begleitungen wurden eingestellt, Veranstaltungen abgesagt und die Seelsorge fand nur in reduzierter Form statt.

Viele Herausforderungen zeigten sich besonders zu Begin der Corona-Krise, z.B. in der Beschaffung der dringend benötigten Schutzkleidung und Desinfektionsmittel, die nicht oder nur zu horrenden Preisen lieferbar waren. Ein Lichtblick waren da die vielen Ehrenamtlichen, die sich an die Nähmaschine setzten und dem Hospiz Mund-Nasen-Schutzmasken zukommen ließen. Anfangs war Vieles in der Umsetzung noch unklar und wurde unter enger Rücksprache mit den entsprechenden Stellen (Gesundheitsamt, Heimaufsicht, beteiligte Dienste wie SAPV, Sozialdienste von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen) koordiniert. Und dennoch war es dem Team immer möglich, diesen zusätzliche Belastung nicht an Gäste und Angehörige weiterzugeben und in dieser neuen Situation eine Stütze zu sein, für die, die es benötigten.

Seitens der Angehörigen und der Gäste/Patienten erhielten die Mitarbeiter bisher viel Verständnis, obwohl es für viele Menschen eine immense emotionale Belastung ist, sich in der der letzten Lebensphase auch noch mit Corona und den damit verbundenen Einschränkungen befassen zu müssen.

Aus der Krise heraus entstanden auch neue Ideen, um Menschen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen,  z.B. von Hospizhelfern liebevoll geschriebene und gestaltete Kärtchen und Briefe, die sowohl für Gäste/Patienten als auch für die Pflegenden bestimmt waren.

Als Ausblick für die nächste Zeit ist das St. Vinzenz-Hospiz Augsburg sehr dankbar, dass es demnächst möglich ist, unter Berücksichtigung bestimmter hygienischer Vorgaben die persönliche Begleitung wieder aufnehmen zu können.

Im Oktober 2020 startet der neue Hospizhelferkurs; Interessenten, die sich ehrenamtlich engagieren und sich mit der Lebenswelt von Schwerstkranken und Sterbenden auseinandersetzen möchten, können sich telefonisch unter 0821 / 261 65 0 informieren.

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