Region: Augsburg Stadt

Drei städtische Altenheime zum ersten Mal geimpft: Noch keine Rückkehr zum Normalbetrieb

Als eine von 34 Mitarbeitern hat sich Anna Horcher, Auszubildende als Pflegefachkraft im Seniorenzentrum Servatius, nun gegen Corona impfen lassen.

Seit Ende Dezember impfen mobile Teams die Bewohner und Mitarbeiter der Augsburger Senioreneinrichtungen. Nun haben auch die ersten städtischen Altenheime ihre ersten Impfdosen erhalten. Inzwischen seien über 300 Bewohner und 100 Mitarbeiter der städtischen Altenhilfe zum ersten Mal geimpft worden, vermeldete die Stadt am Mittwoch. In allen Augsburger Pflegeheimen wurden bislang insgesamt rund 1680 Impfungen durchgeführt.

"Ich bin froh darüber, dass ich jetzt die erste Dosis bekommen habe", sagt Carmen Böck, Wohnbereichsleiterin im städtischen Seniorenzentrum Servatius. "Eine Corona-Erkrankung ist sicher schlimmer als diese Impfung." Insgesamt habe es in den bislang von den mobilen Teams besuchten städtischen Heimen, dem Seniorenzentrum Servatius, dem Sparkassen-Altenheim und dem Hospital-Stift, kaum Vorbehalte gegen die Impfung gegeben, so die Stadt Augsburg.

Am frühen Vormittag des 10. Januar rückte das Impfteam bestehend aus ärztlichem Personal, medizinischen Fachhelfern und einem unterstützenden Organisationsteam im Seniorenzentrum Servatius an. „Das Impfen verlief problemlos und auch die Bedenken waren erfreulich gering“, zieht Felix Tochtermann, Teamleiter der Bäuerle-Ambulanz, Bilanz. Neben 34 Mitarbeitern impfte das Team auch 136 Senioren im eigens geschaffenen Impfbereich der Einrichtung oder in ihren Zimmern. Im Sparkassen-Altenheim erhielten 145 und im Hospital-Stift 95 Personen die Corona-Schutzimpfung.

Der organisatorische Aufwand der Impfung sei hoch, betont die Stadt. Jede Einrichtung muss dem Impfteam wichtige Unterlagen der Impflinge, wie Einverständniserklärungen, Anamneseinformationen und aktuelle Medikamentenlisten bereitstellen. Aber der Aufwand lohne sich, so Einrichtungsleiter Alexander Menzel „Mit der Impfung sind wir hoffentlich bald gerüstet, in den Pflegeinrichtungen in einen Normalbetrieb überzugehen“, sagt er.

Susanne Greger, Werkleiterin der Altenhilfe warnt aber auch: Bevor wieder Normalbetrieb stattfinden kann, müsse nicht nur die zweite Impfung abgewartet werden, sondern auch die Anzahl der geimpften Bewohner und Mitarbeiter "erheblich zunehmen". "Beständige Coronatestungen und die Einschränkung des Besuchsverkehrs haben in den letzten Monaten an den Nerven unserer Mitarbeitenden gezerrt“, so Greger. Sie bedaure es deshalb, dass die Einschränkungen nun mit der ersten Impfaktion noch nicht vorbei seien. Aktuell seien aber in allen Einrichtungen die Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter einzuhalten. (pm)

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