Region: Augsburg Stadt

Hausarrest für Hühner

Wir müssen leider drinnen bleiben – bei Vogelgrippe-Alarm gelten strenge Quarantäneregeln für Geflügel

Schutz / Tierschutzverein informiert private Geflügelhalter über Maßnahmen gegen Vogelgrippe

Augsburg. Die Vogelgrippe ist in Bayern angekommen, mit dem gefährlichen Virus infizierte Wildenten nahe Bad Füssing im Landkreis Passau wurden Ende November bestätigt. Die Aviäre Influenza ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die hochansteckende und meist tödlich verlaufende Viruserkrankung, betrifft insbesondere Wild- und Wasservögel. Sie ist auch als „Geflügelpest“ bekannt, weil sich Nutzgeflügel wie Hühner, Puten, Gänse und Enten sowie andere Hühner- und Laufvögel ebenfalls sehr leicht anstecken.

Strenge Biosicherheitsmaßnahmen für alle

Ist das der Fall, muss alles Geflügel eines infizierten Stalls getötet werden. In einem Sicherheitsabstand ringsum gilt dann Stallpflicht für alle Nutzgeflügel. Sie soll die Nutztiere vor Ansteckung durch Wildtiere schützen. Weitere Schutzmaßnahmen sind etwa Futter- und strenge Desinfektionsvorschriften.

„Wichtig ist,“ darauf weist Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Augsburger Tierschutzvereins, hin, „dass die gesetzlichen Vorschriften für alle Geflügelhalter gelten, ob gewerblich oder privat. Bei entsprechender Anordnung des Veterinäramtes müssen also auch Hobbyzüchter ihre Tiere im Stall oder einer überdachten Voliere halten.“ Entsprechende Einrichtungen sollten bereits jetzt geplant werden, um sie im Seuchenfall schnell umsetzen zu können. Sandbäder und Picksteine beschäftigen die Tiere in der Quarantäne zumindest eine Zeitlang.

Meldepflicht beim Veterinäramt

Geflügelpest zeigt sich bei infizierten Tieren durch hohes Fieber, gesträubtes Federkleid und Appetitlosigkeit, manchmal auch Atemnot, Niesen oder Durchfall. Ein totes Tier muss sofort dem Veterinäramt gemeldet werden. „Nicht alle Hobby-Geflügelhalter, wissen, dass sie ihre Tiere schon vorher beim Veterinäramt melden müssen, selbst wenn es sich lediglich um zwei, drei Hühner oder Zwergwachteln handelt“, erinnert Gaßner.

Wer übrigens beim Spazierengehen tote Wasservögel entdeckt, sollte sie nicht berühren und ebenfalls das Veterinäramt informieren. Außerdem empfiehlt Gaßner Hundehaltern, beim Auftreten von Vogelgrippe „ihre Hunde in Wassernähe sicherheitshalber an der Leine zu führen“.

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e. V., Holzbachstr. 4a, 86152 Augsburg, Tel. 0821 / 455 290-0, info@tierschutz-augsburg.de, www.tierheim-augsburg.de

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