Hotel "Drei Mohren" ändert Namen: Diskussion um Rassismus führt zu Umdenken

Bald ist dieser gewohnte Anblick in der Augsburger Maximilianstraße Geschichte: Das Hotel "Drei Mohren" ändert seinen Namen.

Wie das Management des Hotels am Mittwoch bekannt gegeben hat, soll bis zum Ende des Jahres der Name "Maximilian's" eingeführt werden.

Die Umbenennung stellt eine Reaktion auf die bereits länger geführte Debatte um eine mögliche rassistische Konnotation des Namens dar. Durch öffentlichen Diskurs und politischen Druck war angeregt worden, den Namen und das Logo des Hotels, in denen Kritiker eine Manifestation kolonialen und rassistisch geprägten Denkens sehen, zu ändern.

"Es zeigt sich, dass der Druck gewirkt hat", äußerte sich Frederik Hintermayer, Stadtrat und Bezirksrat der Partei "Die Linken", zu der nun erfolgten Umbenennung. Er gratuliere dem Hoteldirektor Theodor Gandenheimer zu diesem Schritt.

Dieser hatte sich lange gegen die Namensänderung gewehrt und eine mögliche rassistische Konnotation des Namens verneint. Als Grund für das Umdenken führte Gandenheimer nun die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung an.

In einer Pressemitteilung bekannte sich das Hotel am Mittwoch zu einer "vielfältigen und bunten Gesellschaft", was wohl auch eine Reaktion auf die "Black Lives Matter"-Bewegung ist, die in der letzten Zeit stark im Fokus der Öffentlichkeit stand. Der neue Name "Maximilian's" sei eine Hommage an den Kaiser des heiligen römischen Reiches Maximilian I., dem zuletzt auch in einer Sonderausstellung des städtischen Maximilianmuseums neue Aufmerksamkeit zuteil wurde. (emr)

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