Region: Augsburg Stadt

Krankenhäuser in der Region Augsburg haben wieder mehr Kapazitäten

In den Krankenhäusern in Augsburg und der Region konnte man die Pandemie laut dem Ärztlichen Direktor der Krankenhauskoordination bislang gut bewältigen.

Kliniken in Augsburg und den umliegenden Landkreisen können laut Krankenhauskoordinator nun Patienten aus überlasteten Regionen übernehmen.

Seit November ist Axel Heller der Ärztliche Leiter der Augsburger Krankenhauskoordinierung und stellt damit in der Corona-Pandemie das Bindeglied zwischen den verschiedenen Krankenhäusern in Augsburg und in den umliegenden Landkreisen dar. Versorgungsengpässe sollen durch die Kommunikation zwischen den Krankenhäusern und Rettungsdiensten verhindert werden. In Augsburg funktioniere diese Zusammenarbeit mit "herausragendem Erfolg", zog Heller nun Bilanz. Inzwischen nehme die Anzahl neuer Covid-19-Patienten wieder etwas ab.

Der Freistaat hatte die Einrichtung der Koordinierungsstellen Anfang November angeordnet. Axel Heller, der bereits im vergangenen Frühjahr als Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz eingesetzt war, übernahm daraufhin auch die Aufgabe, im Bereich des Rettungszweckverbandes – also der Stadt Augsburg und der Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen und Donau-Ries – die Patientenströme zu steuern und bei Bedarf zwischen den Kliniken umzuverteilen. Axel Heller ist sei 2018 Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Augsburg.

Die Krankenhauskoordinierung arbeitet mit den Pandemiebeauftragten der Kliniken und der integrierten Leitstelle zusammen, um dafür zu sorgen, dass freie Kapazitäten auf Normal- und Intensivstationen bestmöglich zur Versorgung von Covid-19-Patienten genutzt werden können. Eine klare Kommunikation sei hierfür ebenso wichtig wie das "kollegiale Handeln aller Beteiligten im Sinne der Patientinnen und Patienten", so Heller. In Augsburg funktioniere diese Zusammenarbeit laut dem Ärztlichen Leiter bislang sehr gut. "Die Mitarbeitenden in den Kliniken sind in der Krise trotz immenser Belastung in der Gewissheit zusammengerückt, dass sie sich auch in schwierigen Situationen aufeinander verlassen können", meint Heller.

Augsburg sei von der zweiten Welle der Corona-Pandemie hart getroffen worden. Zwar sei trotz des teilweise hohen Zustroms die Versorgung der Patienten immer sichergestellt gewesen, doch die Kliniken des Rettungsbereichs Augsburg seien dennoch vor einer großen Herausforderung gestanden. "Alleine am Universitätsklinikum Augsburg kamen täglich bis zu 40 Corona-Patientinnen und -patienten an, davon bis zu zehn umgehend intensivpflichtige Personen", erzählt Heller.

Die Rettungsdienste mussten deshalb teilweise auch einmal weiter fahren. Nach der Erstversorgung werden Patienten, solange es der medizinische Zustand zulässt, je nach den vorhandenen Kapazitäten der Krankenhäuser im gesamten Augsburger Rettungsdienstbereich verteilt.

Um die Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern zu erhöhen, habe man außerdem Mitte November damit begonnen, Patienten auch überregional zu verlegen. Denn zeitweise seien in einzelnen Kliniken die Betten der Corona-Stationen vollständig belegt gewesen. Rund 300 Patienten, davon rund 100 Intensivpatienten, wurden seit Beginn der zweiten Welle zwischen den Kliniken der Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Dillingen, sowie der Stadt Augsburg und teilweise auch in weiter entfernte Krankenhäuser verlegt. "Dadurch konnte die Handlungsfähigkeit der Kliniken und somit die beste medizinische Versorgung aller Patienten gesichert werden", sagt Heller.

Inzwischen nehme der Zustrom an Covid-19-Patienten in der Region wieder etwas ab. Zu Verdanken sei dies laut Heller auch den Menschen, die die Kontaktbeschränkungen konsequent einhielten, sowie der Unterstützung der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Augsburg und der Landkreise. "Hierfür möchten wir uns bei allen sehr herzlich bedanken", so Heller.

Der Einsatz aller Beteiligten habe sich so in Augsburg ausgezahlt, glaubt Heller, man habe die Pandemie bislang erfolgreich bewältigt. "Nach aktuellem Stand und nach den prognostizierten Intensivbettenbelegungen durch das RKI zeichnet sich ab, dass unsere Kliniken jetzt vermehrt Patienten aus anderen überlasteten Regionen übernehmen werden", erklärt der Ärztliche Direktor der Krankenhauskoordinierung. "So kann sichergestellt werden, dass allen Patienten die erforderliche medizinische Hilfe erhalten." (pm/lat)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X