Medienpreis 2020: Das sind die Gewinner

Die Preisverleihung des Augsburger Medienpreises fand im Kongress am Park statt.

Das Medienforum Augsburg blieb seinem Zweijahres-Rhythmus treu und hat am Freitagabend zum sechsten Mal die Augsburger Medienpreise in den Kategorien Mut, Haltung, Perspektive sowie einen Sonderpreis verliehen. Die Verleihung der Preise mit Schirmherrin Oberbürgermeisterin Eva Weber und vier Laudatoren fand im Kongress am Park statt.

Damit möglichst viele Fans und Medieninteressierte die Verleihung miterleben konnten, wurde die Veranstaltung via Live-Stream in den sozialen Netzwerken übertragen.

Auch ohne Publikum im Saal zeigte das Medienforum als Veranstalter, dass Augsburg im Bereich Medien hochkarätige Projekte zu bieten hat. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft, doch leider hat Corona der glamourösen Gala einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Projektleiter und Vorstand Gerhard Ruff und ergänzte: „Wir sind aber happy und haben sehr viel Herzblut investiert, den Gewinnern eine angemessene Verleihung zu bieten."

In einer Videobotschaft meldete sich auch Ministerpräsident Markus Söder, der selbst gelernter Journalist ist, zu Wort: „Ich mag und schätze Augsburg sehr. Deswegen fördern wir die Stadt mit vielen Maßnahmen. Wir bauen sie weiter aus zu einem ganz großen Forschungszentrum und werden auch versuchen, Arbeitsplätze, die derzeit gefährdet sind, nicht nur zu halten, sondern mit neuem Schwung und neuer Dynamik zu versehen. Wir brauchen vor allem seriöse Medien, die nicht nur Meinungen transportieren, sondern selbst reflektieren, Einschätzungen geben und damit den Menschen einen breiteren Entscheidungsspielraum vermitteln."

Jedes Gewinnerteam erhielt neben der gläsernen Medienpreis Skulptur ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Dokumentation über Augsburger Wasserwelt wird ausgezeichnet

Die fünfteilige BR-Reportage "#wasserlebt", inszeniert von Anna Klein, Julia Pösl, Beate Mangold und Johannes Hofelich gewann den Preis in der Kategorie "Perspektive" und zeigt die Augsburger Wasserwelt als Kulturerbe. „Ein Element ist für uns Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswichtig. Es bildet das Fundament für Wohlstand, Freude am Leben, Entspannung der Seele und verändert manchmal den Lauf der Geschichte: das Wasser“, kündigte Laudator Andreas Renner die Sieger an.

"Die letzen Zeitzeugen" gewinnen in der Kategorie "Haltung"

Der Medienpreis in der Kategorie "Haltung" ging an Michael Kalb. Mit seinem Projekt "Zeitzeugen" hat sich der Filmemacher aus Dinkelscherben aufgemacht, im Großraum Augsburg Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs aufzuzeichnen. Entstanden ist nach 37 Interviews die 85-minütige Dokumentation „Die letzten Zeitzeugen”, die er mit seinem Partner und Regisseur Timian Hopf umgesetzt hat. „Geschaffen haben die beiden ein digitales Gedächtnis für die Region Augsburg. Sie erinnern an die zerstörerischen Folgen von Nationalismus und Hass - ein Warnzeichen für die heutigen Generationen. Sie lassen ihre Zeitzeugen aber auch die kleinen, menschlichen Geschichten aus dieser dunklen Zeit erzählen. Michael Kalb zeigt mit diesem Augsburger Projekt in beeindruckender Weise Mut und Haltung. Und er führt uns zu einer Perspektive, die auch den Letzten verstehen lässt: Nie wieder!“, beschrieb Laudator Jürgen Marks das Projekt.

"Volksverpetzer" wird in der Kategorie "Mut" ausgezeichnet

Die irrsinnige Geschwindigkeit, mit der sich Nachrichten im Internetzeitalter verbreiten, hat einen großen Einfluss darauf, wie sich heutzutage Meinungen bilden. Der Wahrheits-Begriff wird zurechtdefiniert, Fakten werden nur allzu schnell zu Fake-News, und real ist dann nur noch das, was möglichst viele Klicks generiert. Das Augsburger Team vom Blog „Volksverpetzer“ um Thomas Laschyk stellt sich täglich dieser schier unlösbaren Aufgabe, zu einer ausgewogeneren Meinungsbildung beizutragen und die Ausbreitung von Verschwörungstheorien, Fake News und populistischen Mythen einzudämmen. Deshalb hat die Jury den Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Mut“ an das Team des „Volksverpetzers“ verliehen.

Rocketeer-Festival gewinnt Sonderpreis

„Es war sicherlich mutig, in Augsburg eine neue Konferenz für digitale Innovationen und Zukunftstrends etablieren zu wollen. Eine Konferenz nicht nur für Augsburger und das Umland, sondern mit bundesweitem Anspruch. Der Mut wurde belohnt, denn das Rocketeer Festival 2019 war ein voller Erfolg und lockte aus dem Stand heraus 700 Rocketeers in unsere geliebte Fuggerstadt“, kündigte Laudator Marcus Tandler die Gewinner des Sonderpreises, Jan Sekulla, Martin Hoffmann und Daniel Kempfden, an. Es sei ein "einzigartiges Format" geschaffen worden, das weltbekannte inspirierende Unternehmerpersönlichkeiten mit Gründern, die noch ganz am Anfang ihrer Reise stehen, zusammengebracht hat. (pm)

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