Neue Corona-Fälle in Augsburger Altenheimen – "Lage weiter besorgniserregend"

Die Corona-Lage in Senioreneinrichtungen der städtischen Altenhilfe bleibt kritisch.

In den Augsburger Altenheimen bleibt Corona ein großes Problem. Am Freitagnachmittag meldet die Stadt zwölf neuerkrankte Bewohner im Seniorenzentrum Lechrain. Dort sind bislang auch 25 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch im Hospital-Stift gibt es zwei weitere positive Testergebnisse zu vermelden. Vier Senioren zeigen ausgeprägte Krankheitssymptome und werden ärztlich betreut.

Im Hospital-Stift sind derzeit 30 Senioren corona-positiv. Vier von ihnen "zeigen stärkere Symptome und einen besorgniserregenden Krankheitsverlauf", erklärt die Stadt Augsburg.

Lechrain und Hospital-Stift: Aufnahmestopp und Besuchsverbot

Der befristete Besucherstopp gelte weiter: „Solche Entscheidungen bedeuten immer einen schwierigen Abwägungsprozess. Einerseits müssen wir eine Ansteckung mit Covid-19 vermeiden. Andererseits ist auf die Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Angehörigen Rücksicht zu nehmen“, sagt Werkleiterin Susanne Greger.

Auch im Seniorenzentrum Lechrain ist die Zahl der corona-positiven Bewohner nochmals angestiegen. Aktuell sind 48 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden. Während 44 von ihnen keinerlei Krankheitssymptome zeigen, sind vier Senioren mit milden Krankheitssymptome wie Husten, Heiserkeit und leichter körperlicher Schwäche belastet. Auch im Seniorenzentrum Lechrain werde weiterhin der Aufnahmestopp und das Besuchsverbot aufrechterhalten, erklärt die Stadt.

Reihentests im Seniorenzentrum Servatius

Im Seniorenzentrum Servatius werden aktuell Reihentests durchgeführt. Bei einer PCR-Testung von 25 Mitarbeitenden sei eine Mitarbeiterin mit einen positiven Covid-19 Testergebnis ermittelt worden. Es wurde vorsorglich ein Wohnbereich isoliert. Außerdem wurden die Räumlichkeiten mit weiteren Plexiglas-Trennscheiben im Bereich der Essensausgabe bestückt. 34 Bewohner und zwölf Mitarbeiter seien mit Schnelltests negativ getestet worden. Eine komplette Entwarnung könne Einrichtungsleiter Alexander Menzel aber noch nicht geben: „Wir warten noch die PCR-Testergebnisse der Labore ab.“

Betrieb trotz Ausfall von Pflegekräften aufrechterhalten

Insgesamt sei die Lage "weiter besorgniserregend", so die Stadt. Die größte Herausforderung sei dabei aktuell, den Pflegebetrieb mit weitaus weniger Mitarbeitenden aufrecht zu halten. „Die Möglichkeit, die Fachkraftquote zu unterschreiten ist zwar ein Ventil. Aber gerade die Bewohnerinnen und Bewohner mit Krankheitszeichen brauchen qualifizierte pflegefachliche Beobachtung und Pflege“, wird Werkleiterin Susanne Greger zitiert. Laut Stadt steuert die Altenhilfe mit Zeitarbeit entgegen. (pm)

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