Region: Augsburg Stadt

Seniorenzentren der Augsburger Caritas starten in neue generalistische Pflegeausbildung

Die Praxisanleiter aus allen Einrichtungen der CAB mit Geschäftsführerin Brigitta Hofmann (rechts vorne) und Michaela Weber, Bereichsleiterin Pflege (zweite von rechts).

Seniorenzentren der Caritas freuen sich auf generalistische Ausbildung

Auch bei der Augsburger Caritas hat am 1. September das erste Ausbildungsjahr nach Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes im Januar begonnen. Die zentrale Praxisanleiterin Stephanie Tomschi freut sich, dass nach den monatelangen Vorbereitungen nun die ersten 30 Auszubildenden an den 14 Caritas-Seniorenzentren in Augsburg Stadt und Land die neue Pflegeausbildung beginnen.

"Endlich geht es los", sagt Tomschi. Bereits bei den Vorbereitungen auf die Generalistische Pflegeausbildung sei merkbar gewesen, dass die Ausbildung einen höheren Stellenwert bekommen habe. Das neue Pflegeberufegesetz führte die Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem neuen Ausbildungsberuf zusammen. Ausgebildete Pfleger sollen also künftig zur Arbeit in allen Pflegebereichen qualifiziert sein.

"Wir begrüßen diese Aufwertung", sagt Michaela Weber, Bereichsleiterin Pflege/Service/Marketing. "Gerade in der Altenpflege hatten unsere Pflegefachkräfte nicht den gleichen Stellenwert wie die Fachkräfte aus den Kliniken." Vor allem in Bezug auf die Praxisanleitung sei jetzt eine höhere Professionalität gefordert. "Das ermöglicht es uns, unsere Auszubildenden noch besser auf ihre zukünftige Tätigkeit als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann vorzubereiten", so Weber.

Die generalistische Pflegeausbildung sei sowohl für die Einrichtungen als praktischer Ausbildungsträger als auch für die Schulen neu. Die Caritas Augsburg Betriebsträger (CAB) hat sich im Bereich der Praxisanleitung für die Ausbildung neu aufgestellt. So gibt es in den Seniorenzentren nun zusätzlich zu den bestehenden Praxisanleitern eine weitere lokale Praxisanleiterin, die für die Anleitung der Azubis sowohl in den einzelnen Wohngruppen als auch wohngruppenübergreifend verantwortlich ist. Dadurch soll gewährleistet werden, dass alle Auszubildenden eine individuelle Anleitung erhalten und spezielle Pflegesituationen gemeinsam mit allen Azubis gelernt werden können.

Damit die Praxisanleitung in allen Seniorenzentren mit vergleichbarer Qualität stattfindet, hat der Träger auch die Stelle einer zentralen Praxisanleitung geschaffen. Stephanie Tomschi führt Treffen mit den lokalen Praxisanleitern aus den Einrichtungen durch und unterstützt diese bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen. "Es ist Wahnsinn, wie motiviert unsere Praxisanleiter sind", erzählt Tomschi. "Bei unserem letzten Treffen mit den lokalen Praxisanleitern, konnten wir offene Fragen klären und die Ideen der Praxisanleiter sind super."

Die generalistische Ausbildung ist in drei Drittel geteilt und für jeden praktischen Einsatz legt ein Fact Sheet fest, welche Inhalte in der Praxis gelehrt werden sollen. Gemeinsam mit den lokalen Praxisanleitern habe man in der CAB für jeden Einsatz Ziele formuliert. "Von Anfang an werden die Auszubildenden an ihre wichtige Aufgabe herangeführt", sagt Tomschi. "Um Beziehungen zu pflegen braucht es Empathie und eine gute Kommunikation. Auch ist wichtig, dass unsere Auszubildenden Situationen erkennen, in denen sie sich überfordert fühlen. Hier sind die lokalen Praxisanleiter als Ansprechpartner und Begleiter da." Die CAB wolle ihre lange Tradition in der Ausbildung nun mit den neuen Konzepten in der Generalistik weiterführen.

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