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Sieben-Tage-Inzidenz stabil: Augsburger Gesundheitsamt warnt vor mutierten Varianten des Coronavirus

Das Augsburger Gesundheitsamt warnt am Freitag in einer Pressemitteilung vor ansteckenderen Mutation des Coronavirus. Derzeit bewegt sich die Sieben-Tage-Inzidenz stabil zwischen einem Wert von 140 und 160.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich nach Angaben des Augsburger Gesundheitsamtes in der Fuggerstadt nun auf Werte zwischen 140 und 160 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner eingependelt. Dr. Thomas Wibmer, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes, warnt allerdings vor den mutierten Sars-Cov2-Varianten, die ansteckender sind, als das bislang bekannte Coronavirus.

Die Stadt Augsburg meldet am Freitag 39 neue Covid-19-Fälle. Darunter befinden sich 33 Neuinfektionen mit Meldedatum Donnerstag, 14. Januar, sowie sechs Fälle mit Meldedatum 13. Januar. Ein Fall mit Meldedatum 11. Januar wurde rückwirkend korrigiert. Insgesamt hat das Gesundheitsamt damit bisher 10.674 Infektionen mit dem Coronavirus in Augsburg bestätigt. 9.583 Personen gelten als genesen, 850 Personen sind aktuell infiziert und 241 Patienten sind in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.

Beim einzigen Coronavirus-Todesfall, der dem Gesundheitsamt aktuell gemeldet wurde, handelt es sich um eine weibliche Patientin des Jahrgangs 1939. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Augsburg liegt laut Robert Koch-Institut aktuell bei 131,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Laut der Statistik des städtischen Gesundheitsamtes liegt die Inzidenz bei 136,1.

Registrierung für einen Impftermin in Augsburg

Die Online-Registrierung für einen Impftermin ist unter www.impfzentren.bayern bereits möglich. Personen die sich online registrieren oder von Angehörigen registrieren lassen, werden auf eine Warteliste gesetzt. Alternativ ist für alle Bürger mit Erstwohnsitz in Augsburg ab Montag, 18. Januar, eine telefonische Registrierung über die Hotline 03222/2006288 des Impfzentrums der Stadt Augsburg möglich.

Wie der Freistaat Bayern nun zudem bekannt gab, beginnt die verbindliche Vergabe von Terminen in den Impfzentren am Mittwoch, 20. Januar. Ab diesem Zeitpunkt ist die Buchung eines Impftermins für berechtigte Personen möglich. Sobald Impftermine vergeben werden können, werden alle registrierten, impfberechtigten Personen per E-Mail oder telefonisch kontaktiert.

Geringere Zahl an Tests führt zu sinkenden Inzidenzwerten

Zur Bewertung des Infektionsgeschehens teilt das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg mit, dass es zwischen Mitte und Ende Dezember in allen acht bayerischen Großstädten zunächst zu einem erneuten Anstieg der Sieben-Tage Inzidenz pro 100.000 Einwohner kam. In Augsburg sei dieser erneute Anstieg vergleichsweise gering gewesen und führte kurz vor Weihnachten zu Inzidenzen um 260 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. „Dieser Anstieg des Infektionsgeschehens zeigte sich auch im Anstieg der Positivrate im Testzentrum Augsburg gegen Jahresende“, erklärt Wibmer.

Nach den Weihnachtstagen kam es in Augsburg – wie auch in anderen Großstädten – zu einem abrupten Rückgang der Inzidenzwerte. Ursächlich dafür sei die geringere Zahl der durchgeführten Tests aufgrund der Feiertage gewesen. Mit Wiederaufnahme der regulären Testmöglichkeiten in Testzentren und Arztpraxen in der ersten und zweiten Kalenderwoche haben sich die Inzidenzwerte inzwischen in den meisten Großstädten in Bayern in einem bestimmten Bereich eingependelt. Wie Wibmer ausführt, lässt dies nun „klarere Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen zu: In Augsburg ist zu beobachten, dass sich die Sieben-Tages-Inzidenzen aktuell in einem Bereich zwischen 140 und 160 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bewegen.“

Die Mobilitätsindikatoren zeigten laut Wibmer eine leichte Zunahme der Mobilität zwischen Anfang und Mitte Dezember sowie ab den Weihnachtstagen in Augsburg und ganz Bayern eine deutliche Abnahme der Mobilität im Vergleich zum Vorjahr. Dies habe sich mit einer Verzögerung von ein bis zwei Wochen auch in den Inzidenzwerten niedergeschlagen. „Die Mitte Dezember verschärften Maßnahmen führten also zu einem deutlichen Rückgang der Mobilität und dann auch des Infektionsgeschehens“, sagt Wibmer. Diese Entwicklung werde von einer in Deutschland jährlich zu beobachtenden saisonalen Schwankung der Rate von Atemwegserkrankungen überlagert. "Typischerweise nehmen diese in den ersten zwei Wochen des Jahres leicht ab und danach wieder zu". Wie der kommissarische Leiter des Gesundheitsamtes ausführt, „ist insofern auch der aktuelle Rückgang der Corona-Inzidenzen mit Vorsicht zu interpretieren, da der alljährliche erneute Anstieg der Raten von Atemwegserkrankungen mit ähnlichem Übertragungsweg aktuell noch bevorsteht.“

Auch die Verbreitung neuer Sars-Cov2-Varianten, also von Mutationen, die ansteckender sind, als bisherige Varianten, könnten zu einer plötzlichen, rasanten Zunahme des Infektionsgeschehens in den nächsten Wochen führen, warnt der Mediziner. Deshalb sei es wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, indem Kontakte weiter konsequent reduziert sowie die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Weiter plädiert Wibmer für das Tragen einer FFP2-Maske für bestmöglichen Schutz vor dem Coronavirus. (pm)

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