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Stadt Augsburg entschärft ab Montag die Maskenpflicht für Radfahrer

Auf der Straße gilt in Augsburg ab Montag keine Maskenpflicht mehr für Fahrradfahrer.

Die Stadt Augsburg passt die seit dem 1. Januar geltende Maskenpflicht für Radfahrer ab Montag an. Man reagiere damit auf "die massive Kritik der Radfahrenden", heißt es von der Stadt. Man habe sich ursprünglich für die Ausweitung der Maßnahme auch auf Radler entschieden, da die zuständigen Ministerien keine entsprechende Ausnahme vorsahen, betonte die Stadt erneut. Dennoch soll die Allgemeinverfügung im Hinblick auf die Maskenpflicht für Radfahrer nun leicht geändert werden.

Demnach gilt die Maskenpflicht für Rad- oder E-Scooter-Fahrer ab Montag weiterhin auf Gehwegen mit dem Zeichen "Fahrrad frei", auf gemeinsamen Geh-und Radwegen, in Fußgängerzonen und in verkehrsberuhigten Bereichen. Auf allen anderen Straßen müssen die Radfahrer dagegen keine Maske mehr tragen.

Ausgenommen davon seien die "naturnahen Bereiche" beidseitig der Wertach, am Kuhsee und am Hochablass, wo ebenfalls weiterhin eine Maskenpflicht für Radfahrer gilt. Im Allgemeinen gilt die Maskenpflicht nur in den bereits von der Stadt festgelegten Bereichen mit besonders hohem Fußgängeraufkommen.

Die Stadt reagierte mit der Anpassung unter anderem auf einen Antrag der Stadtrats-Fraktion "Bürgerliche Mitte", die gefordert hatte, die Fahrbahnen von der Maskenpflicht auszunehmen. Der Rechtsanwalt und Augsburger FDP-Bundestagskandidat Alexander Meyer, der bereits erfolgreich gegen das Feuerwerks-Verbot der Stadt an Silvester geklagt hatte, hatte außerdem eine erneute Klage angekündigt, als die Stadt seiner Ansicht nach "sehr zögerlich" auf den Antrag reagierte.

Auch ein weiterer Augsburger Rechtsanwalt habe laut Meyer bereits eine entsprechende Klage angekündigt. Ein gemeinsame Vorgehen mit weiteren Betroffenen sei möglich, um "schnellstmöglich Verkehrssicherheit für Brille tragende Radfahrer" herzustellen, hatte Meyer erklärt.

Ob die möglichen Kläger aufgrund der neuen Regelung vom Gang zum Gericht absehen, ist noch nicht bekannt. Meyer hatte angekündigt, auf eine Klage zu verzichten, sollte mit der neuen Allgemeinverfügung am Montag eine "vernünftige Regelung für Radfahrer" in Kraft treten.

Zumindest Meyers Parteikollege und Mitglied der Fraktion Bürgerliche Mitte im Stadtrat, Lars Vollmar, fand aber bereits lobende Worte: "Es ist wirklich anerkennenswert, wie zügig die Stadt Augsburg auf die Bedenken der Radfahrerinnen und Radfahrer reagiert hat", schrieb er in seiner Reaktion. "Ich hätte mir zwar gewünscht, dass man zwischen Adenauer-Allee und Staatstheater oder Maximilian- und Karolinenstraße keine Masken tragen muss, wenn man die Fußgängerzone mit dem Fahrrad durchquert. Aber dass die Maskenpflicht jetzt auf Gehwege beschränkt ist und man von Göggingen ohne beschlagene Brillengläser entlang der Wertach ins Zentrum radeln kann, ist ein echter Gewinn an Verkehrssicherheit bei weiterhin größtmöglichem Infektionsschutz." (pm/lat)

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