Steigende Corona-Zahlen: Augsburger Krankenhäuser erlassen wieder Besuchsverbote

An der Uniklinik gilt ab Freitag wieder ein Besuchsverbot.

In Augsburger Krankenhäusern gelten wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen nun wieder Besuchsverbote.

Sowohl das Augsburger Uniklinikum als auch das Bezirksrankenhaus verschärfen ab Freitag wieder ihre Regelungen für Besucher. Die steigenden Infektionszahlen in der Stadt hätten dies nun nötig gemacht, heißt es von beiden Krankenhäusern.

"Uns tut das sehr leid", sagt Michael Bayer, Ärztlicher Direktor der Uniklinik. "Es ist uns allen bewusst, wie wichtig Besuche von Angehörigen für Patienten sind. Aber die Dynamik bei den Neuinfektionen und den Covid-Patienten-Zahlen lassen uns leider keine andere Wahl." Während Augsburg während der ersten Welle praktisch ein "weißer Fleck" auf der Landkarte der Neuinfektionen gewesen sei, sei dieser Fleck inzwischen tiefrot. Die Situation im Klinikum sei deshalb durchaus angespannt.

Besuche nur noch in Ausnahmefällen möglich

Man gehe davon aus, dass die Zahl der an Covid-19 erkrankten Patienten in den kommenden Tagen und Wochen "rasant steigen" werde, so Beyer. Am Mittwoch befanden sich 33 Covid-Patienten und vier Verdachtsfälle in der Normalstation sowie zehn Patienten in der Intensivstation. Aktuell müssten noch keine planbaren Eingriffe abgesagt werden. Man könne aber nicht sagen, wie lange das noch so bleibt.

Ab Freitagmittag dürfen Besucher das Uniklinikum nun nur noch in Ausnahmefällen betreten. Die Ausnahmen gelten in erster Linie für die Kinderklinik und die Geburtshilfe, für Patienten auf der Palliativstation beziehungsweise im Sterben liegende Patienten, für Besuche auf der Intensivstation nach vorheriger Anmeldung, und für die Begleitung von Patienten, die eine besondere Unterstützung benötigen. Angehörige von Notfallpatienten sollen sich vorerst im Schalterbereich der Notaufnahme verabschieden.

Außer in speziellen Ausnahmefällen, etwa in der Kinderklinik, ist ab Freitag außerdem auch in den genannten Fällen nur noch eine Kontaktperson zulässig, die den Patienten für eine Stunde am Tag besuchen darf. Um diese "einschneidende Maßnahme" für die Patienten und Angehörigen erträglicher zu machen, habe der Vorstand beschlossen, Telefon und Wlan kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Auch im Augsburger Bezirkskrankenhaus (BKH) wird ab Freitag "bis auf weiteres" ein Besuchsverbot erlassen. Dies diene dem Schutz der Patienten und der Beschäftigten. Ausnahmen gibt es auch im BKH für die Begleitung Sterbender und für Patienten, die besondere Unterstützung brauchen. Besuche außerhalb der Klinik, etwa auf dem Klinikgelände im Stadtteil Kriegshaber, sind am BKH außerdem weiterhin erlaubt. (pm)

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