Streiks an Augsburger Uniklinikum – Klinikleitung wirft Verdi Verantwortungslosigkeit vor

Bereits im Sommer demonstrierten Mitarbeiter der Uniklinik für bessere Bedingungen während der Corona-Pandemie.

Verdi will die Augsburger Uniklinik Anfang kommender Woche bestreiken. Die Gewerkschaft wolle die schlechten Arbeitsbedingungen während der Corona-Pandemie nicht weiter akzeptieren. Die Klinik geht in die Gegen-Offensive. Der Streik "trifft wieder Tumorpatienten und Herzkranke", heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums.

Der Streik soll dieses Mal auf 48 Stunden ausgeweitet werden, "das bedeutet, dass 207 Betten nicht versorgt werden, darunter sind über 40 Überwachungsbetten von Herz-Patienten und die gesamten Betten der Geriatrie", so das Uniklinikum. Dies sei in Zeiten steigender Covid-19-Zahlen „ verantwortungslos“. Durch "die wiederholte Streikmaßnahme" könne man "den Eindruck gewinnen, dass Patientensicherheit nicht für alle gleich wichtig ist“, wird Michael Beyer, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Uniklinikums in der Mitteilung zitiert.

Derzeit 16 Covid-19-Patienten in Behandlung

Im Uniklinikum werden derzeit 16 Covid-19-Patienten behandelt. Laut Klinik sei dies "mehr als eine Verdopplung innerhalb weniger Tage". 14 Patienten davon seien auf Normalstation, drei Patienten müssen intensivmedizinisch versorgt, zwei davon beatmet werden. Ist am Klinikum die Zahl von 25 Covid-Patienten inklusive Verdachtsfälle erreicht, darf der Streik laut Notdienstvereinbarung nicht stattfinden. (pm)

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