„Trotz Corona fällt Weihnachten nicht aus“

In einem Schreiben an die Pfarrgemeinden und Ordensgemeinschaften hat Bischof Bertram Meier dazu aufgerufen, die kommenden Höhepunkte des Kirchenjahres „kreativ und froh“ anzugehen.

Wie sich das Bistum Augsburg auf die Advents- und Weihnachtszeit während der Corona-Pandemie vorbereitet.

Die Diözese Augsburg hat nun Empfehlungen und Richtlinien zur Gottesdienstfeier an besonderen Tagen zwischen Allerheiligen und Weihnachten veröffentlicht. In einem Begleitschreiben an die Pfarrgemeinden und Ordensgemeinschaften rief Bischof Bertram Meier dazu auf, die kommenden Höhepunkte des Kirchenjahres „kreativ und froh“ anzugehen.

„Trotz Corona fällt Weihnachten nicht aus“, hielt Bischof Bertram in seinem Brief fest. Vielmehr solle die Kirche ihre Chance nutzen und geistlich neue Akzente setzen. Gerade das Weihnachtsfest könne dabei auch ökumenische Impulse bieten. „Trotz bestehender konfessioneller Grenzen auch in Corona-Zeiten dürfen wir uns bei der Gestaltung unserer Gottesdienste in der jeweiligen Kirche vom gemeinsamen Schatz inspirieren lassen, den wir Katholiken mit unseren orthodoxen und evangelischen Brüdern und Schwestern teilen.“ Die vom Generalvikariat zusammengestellten Anregungen und Hinweise hätten zum Ziel, „dass die Weihnachtsbotschaft in ihrer Breite und Tiefe möglichst viele Menschen erreicht.“ Über die rein liturgische Dimension hinaus rief Bischof Bertram auch dazu auf, den Dienst an den Mitmenschen nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Hinblick auf die anstehenden Gottesdienste im Herbst und Winter hat das Bistum Überlegungen an und Richtlinien aufgestellt. Das Schreiben umfasst unter anderem das Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen, den Volkstrauertag und die Adventszeit. Für Heiligabend sind die Gemeinden dazu aufgerufen, neben der Christmette auch noch andere Gottesdienstformen wie Wortgottesfeiern und Vespergebete anzubieten. Diese Feiern könnten auch unter Beteiligung oder Leitung von ehrenamtlichen Laien begangen werden und sollten sich auf möglichst alle Kirchen und Kapellen einer Gemeinde erstrecken.

Für die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen kündigte das Schreiben unter anderem an, dass die Sternsingeraktion unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen in den Pfarreien durchgeführt werden soll. Als generelle Richtlinie für die Feier von Gottesdiensten verweist das Bistum auf das nach wie vor gültige Infektionsschutzkonzept vom 26. Juni, an dem sich seitdem keine weiteren Änderungen ergeben hätten. (pm)

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