Wie umgehen mit Verschwörungstheorien? Veranstaltung im Annahof

Viele, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gehen, begründen ihren Protest mit oftmals abenteuerlich klingenden Erklärungen.

Verschwörungstheorien verbreiten sich immer weiter. Viele, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gehen, begründen ihren Protest mit oftmals abenteuerlich klingenden Erklärungen. Im Zentrum steht die Frage: Wem nützt die Krise? Am Dienstag, 3. November, um 19 Uhr, will der Wissenschaftler Claus Oberhauser im Augustanasaal im Annahof dem Phänomen auf den Grund gehen.

Die Zustimmung oder Ablehnung von verschwörerischen Erklärungsversuchen für die Krise, die unterschiedliche Auslegung der Fakten und der Umgang mit den staatlich verordneten Maßnahmen verursachen nicht nur einen tiefen Riss durch die Gesellschaft, sondern sogar durch Familien und Freundeskreise. Wie kann das sein? Wie damit umgehen?

Die partizipative Rede-Reihe "DenkRaum" im Annahof will auf aktuelle gesellschaftliche Themen eingehen. Um das Thema „Verschwörungstheorien“ näher unter die Lupe zu nehmen, ist deshalb am 3. November Claus Oberhauser von der Universität Innsbruck und der Pädagogischen Hochschule Tirol in Augsburg zu Gast. Er erläutert, was Verschwörungstheorien sind, warum sie besser als „Verschwörungserzählungen“ bezeichnet werden sollten, was sie mit „Fake News“ zu tun haben und ob sie gefährlich sind. Er zeigt, dass sie in krisenhaften Zeiten vermehrt auftreten und sich über die sogenannten „Sozialen Medien“ leicht verteilen lassen. Der Historiker und Experte für „Verschwörungstheorien“ wird zudem erklären, wie man diese erkennen und auf sie reagieren kann. Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben, moderiert den Abend.

Oberhauser studierte Geschichte und Deutsch. Seine Dissertation über „Die verschwörungstheoretische Trias: Barruel – Robison – Starck“ (2013) wurde mehrfach ausgezeichnet. Er lehrt und forscht an der Universität Innsbruck und ist seit 2020 Leiter des Instituts für fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Forschung und Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Tirol. Veranstalter ist das Friedensbüro der Stadt Augsburg in Kooperation mit Volkshochschule, Evangelisches Forum Annahof und Jüdisches Museum Augsburg. Tickets unter anderem erhältlich unter www.reservix.de und bei der Bürger- und Tourist-Info am Rathausplatz. Keine Abendkasse. (pm)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X