Augsburger "Fridays for Future"-Bewegung ruft zu Rathaus-Blockade gegen das Kohleausstiegsgesetz auf

Die Augsburger Aktivisten von "Fridays for Future" rufen zu einer Protestaktion gegen das Kohleausstiegsgesetz auf.

Aktivisten protestieren für schnelleren Ausstieg

Die Augsburger "Fridays for Future"-Bewegung will am Mittwochabend eine Blockade neben dem Rathaus errichten, um gegen das Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung zu protestieren. Die Regierung habe nach bundesweiten Aktionen verschiedener Klimaschutz-Initiativen noch immer keine Anzeigen dafür gezeigt, ihren unzureichenden Entwurf für den Kohleausstieg zurückzunehmen, begründeten die lokalen Aktivisten die Protestaktion.

Das Gesetz sieht den Kohleausstieg bis 2038 vor und soll am Freitag verabschiedet werden. Bereits am Dienstag hatte sich die Regierungskoalition auf höhere Entschädigungszahlungen für Kraftwerkbetreiber geeinigt.

"Dieses Gesetz verhindert die Zukunft der jungen Generation", schreiben die Augsburger Organisatoren von Fridays for Future in einer Pressemitteilung. "Es sorgt dafür, dass Deutschland massiv über 1,5 Grad hinausschießt und sich weiter als Europas größter Verschmutzer profiliert. Wir fordern, dass sich die Fraktionen im Stadtrat öffentlich und mit Nachdruck gegen diese Verantwortungslosigkeit aussprechen."

"Wir gehen wieder, sobald es die Situation zulässt"

Die Entscheidung zur Blockade sei nach den "Fehlentwicklungen" am Dienstag gefallen. Die Aktivisten verweisen auf eine Einschätzung der Wissenschaftler von "Scientists for Future", nach der die internationalen Klimaschutzziele nur bei einem Ausstieg bis spätestens 2030 eingehalten werden könnten. Außerdem hätten die Kraftwerkbetreiber keinen generellen gesetzlichen Anspruch auf Entschädigungen aus Steuergeldern. Die "Scientists for Future" empfehlen stattdessen Übergangs- und Härtefallregelungen.

Die Augsburger Klimaschutz-Aktivisten rufen ihre Unterstützer deshalb am Mittwoch ab 19 Uhr zu einer Blockade am Rathausplatz auf. Man wolle wieder gehen, "wenn es die Situation zulässt", kündigten sie an, und empfahlen den Teilnehmern, Isomatte, Schlafsack und einen Mund-Nasenschutz mitzubringen. Sie kündigten außerdem ein Workshop- und Filmprogramm am Rathausplatz an. (pm/lat)

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