Region: Augsburg Stadt

Augsburger Stadtrat hat über Verlauf der Linie 5 entschieden

Pläne für die Linie 5: Die Vorzugsvariante der Stadt führt stadtauswärts über die Rosenaustraße und die Pferseer Straße und stadteinwärts über die Perzheimstraße und die Hörbrotstraße. Vor der Luitpoldbrücke soll die Tram abbiegen und bis zur Ackermann-Brücke über die Holzbachstraße geführt werden.

Der Augsburger Stadtrat hat über den Verlauf der Linie 5 entschieden. Das Gremium beschloss am Donnerstagvormittag die Verwaltungsvorlage mit 35 zu 23 Gegenstimmen. Die Linie 5 soll jetzt also nach der Vorzugsvariante der Stadtwerke Augsburg und der Stadtspitze gebaut werden. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens muss nun die Regierung von Schwaben den Plänen zustimmen, gegen die es nicht nur im Stadtrat, sondern auch in der Stadtgesellschaft viele Gegenstimmen gibt.

In der Novembersitzung hatte der Stadtrat drei Stunden lang debattiert, einen Beschluss dann aber zurückgestellt. Stadtwerke und Stadt Augsburg favorisieren wie berichtet eine "geflügelte Variante" durch Rosenau- und Pferseer Straße beziehungsweise durch die Perzheim- und Hörbrotstraße. Für diese sprach sich nun auch die Mehrheit des Stadtrats aus.

"Linie, die im Stadtrat durchgepeitscht wird, findet in Bevölkerung keine Akzeptanz"

Bruno Marcon, Augsburg in Bürgerhand, machte auf den "großen Widerstand in der Bevölkerung" im Thelottviertel und Pfersee und die Proteste der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Augsburg (Ana) und der Baumallianz aufmerksam. Er forderte die Prüfung weiterer Varianten. "Die Linie, die hier im Stadtrat durchgepeitscht wird, findet in der Bevölkerung keine Akzeptanz." Die Soziale Fraktion aus SPD und Linke sprach sich weiterhin für ihre Variante komplett über die Rosenaustraße aus. Dirk Wurm sagte: "Wir wollen nichts verhindern oder verzögern", aber man wolle die Variante über die Rosenaustraße ordentlich prüfen lassen.

35 zu 23 für die Trasse der Stadtregierung, lautete schließlich das Abstimmungsergebnis. Oberbürgermeisterin Eva Weber fasste den Widerstand der Opposition so zusammen: "Egal für welche Variante wir uns entscheiden, es wird immer betroffene Bürger geben die damit nicht einverstanden sind." (pb, jaf)

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