Coronavirus: Augsburg richtet Führungsgruppe Katastrophenschutz ein

Der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl gab am Mittwoch die Einrichtung einer Führungsgruppe Katastrophenschutz bekannt

Eine Führungsgruppe Katastrophenschutz nimmt sich nun der Corona-Lage an. Dies verkündete Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl am Mittwoch auf einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. Die Zahl der Corona-Fälle steigt indes an.

Die Corona-Fälle in Augsburg nehmen weiter zu. 90 Menschen sind inzwischen positiv auf das Virus getestet worden. Das seien 15 Erkrankte mehr als am Vortag, erklärte Oberbürgermeister Kurt Gribl am Mittwoch auf einer im Internet übertragenen Pressekonferenz.

Dies ist die höchste Anzahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages, seitdem der erste Fall am 6. März nachgewiesen wurde. Zehn Prozent der Infizierten seien in stationärer Behandlung, der Rest in häuslicher Quarantäne, berichtete der OB. Fünf Personen seien indes wieder gesund.

Gribl verkündete, er habe nun die Führungsgruppe Katastrophenschutz einberufen – ein Gremium, das ab sofort an die Stelle des bislang geführten Krisenstabs der Stadt Augsburg tritt. Geleitet wird diese Gruppe von Gribl selbst. Daneben sind Bürgermeisterin Eva Weber, Ordnungsreferent Dirk Wurm, weitere Vertreter der Stadt sowie Vertreter des Amts für Katastrophenschutz, der Polizei und des Klinikums Teil der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

Hauptaufgabe ist, die Krankenhausstrukturen auf Notfälle vorzubereiten. Die Federführung hat dafür Prof. Dr. Axel Heller. Der Mediziner ist Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Augsburg. Seine Aufgabe ist es, ein Konzept auszuarbeiten, wie die Versorgung von Corona-Patienten und anderen stationären Patienten im gesamten nordschwäbischen Raum aussehen könnte.

Noch immer halten sich nicht alle an die Ausgangsbeschränkung

Während die Kliniken sich auf Notfälle einstellen, kontrolliert die nordschwäbische Polizei weiterhin die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung. Im Zeitraum von Dienstag, 6 Uhr, bis Mittwoch, 6 Uhr, seien knapp 250 polizeiliche Einsatzkräfte dafür eingesetzt gewesen. Dabei wurden laut Polizeibericht neben 31 Missachtungen der Ausgangsbeschränkung auch drei Verstöße gegen die Betriebsuntersagungen beanstandet.

Als besonders hartnäckig in der Missachtung der Ausgangsbeschränkung erwies sich dabei eine islamische Gemeinde aus Friedberg. Der Polizei Schwaben-Nord zufolge habe die dortige Inspektion bereits am Freitag die Mitteilung erhalten, dass in einer Moschee in Friedberg mehrere Personen von einem Imam Islamunterricht erhalten würden. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort auf etwa 20 Personen und den Imam. Da allen Anwesenden die Allgemeinverfügung bekannt gewesen sei, leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz ein. Am Dienstag dann trafen Einsatzkräfte bei einer weiteren Kontrolle der internatsähnlichen Gemeinderäumlichkeiten erneut auf 13 Besucher, die sich dort in Anwesenheit zweier Gemeindeverantwortlicher und des bereits angezeigten Imams aufhielten.

Die Polizei musste die Veranstaltung ein zweites Mal einstellen und Strafanzeige erstatten. "In diesem Zusammenhang ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Besuch von Kirchen und Gotteshäusern grundsätzlich gestattet ist, dort aber keine Gottesdienste beziehungsweise religiöse Veranstaltungen stattfinden dürfen", betont die Polizei. (jaf)

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