Region: Augsburg Stadt

Soziale Fraktion stellt „Königsschiene für die Linie 5“ vor

SPD und Linke haben gemeinsam mit dem gebürtigen Augsburger Herbert König eine Variante (blau) für die Linie 5 entlang der Rosenaustraße vorgestellt.

Unzufrieden mit der Amtsplanung zur Linie 5 ist auch die „soziale Fraktion“ aus SPD und Linke. Diese hat gemeinsam mit dem gebürtigen Augsburger Herbert König, der 24 Jahre lang als Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft für den Nahverkehr in der Landeshauptstadt verantwortlich war, eine eigene Variante mit dem Titel „Königsschiene für die Linie 5“ in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

„Unser Vorschlag lautet: Lasst uns mit der Linie 5 in beide Richtungen über die Rosenaustraße fahren und mit der Linie 3 über die Pferseer Straße, so wie sie das seit vielen Jahrzehnten tut“, sagte König. Aus seiner Sicht bedeutet die Amtsplanung im Vergleich zu seinem Vorschlag durch die längere Strecke mit Kurven und Langsamfahrstellen (teilweise nur 15 Stundenkilometer) eine geringere Attraktivität für die neue Linie 5. Zudem entfällt im Gegensatz zu seiner Planung die wichtige Haltestelle Rosenaustraße sowie 100 Anwohnerparkplätze sollen ersatzlos gestrichen werden. Zu erhöhtem Verkehrsaufkommen würde es demnach in der Rosenaustraße und Schießstättenstraße kommen, weil die Holzbachstraße zur Einbahnstraße wird. SPD und Linke erwarten durch die Amtsplanung massive Widerstände und Klagen, wodurch kein zeitgleicher Anschluss mit Eröffnung der Mobilitätsdrehscheibe (2023) möglich ist.

„Das klingt ja zu schön, um wahr zu sein, wenn es nur Vorteile gibt“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dirk Wurm und äußerte Bedenken mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der Kreuzung Pferseer- und Rosenaustraße. Die Ausführungen von König hätten demnach die Frage aufgeworfen, ob auf der Rosenaustraße, die gerade im Feierabendverkehr stark frequentiert ist, tatsächlich noch eine Tram fahren könne, ohne den Verkehr zu beeinträchtigen. König erklärte, dass maximal zwölf zusätzliche Tramzüge in jede Richtung hinzukommen, was den Verkehr nur marginal verändern würde. Fließender Verkehr soll durch flexible Ampelschaltung gewährleistet werden.

Die Maßnahmen der Amtsplanung, die die Holzbachstraße zur Einbahnstraße machen würden, würden dadurch zusätzliche Autos auf die Rosenaustraße bringen und das Verkehrsaufkommen erhöhen. Am Donnerstag im Stadtrat wird die Variante der SPD/Linke jedoch nicht zur Abstimmung stehen, sondern lediglich die Amtsplanung. (pb)

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