Arif Diri will abtreten

Arif Diri hatte sich in einem Interview zur Politik Erdogans geäußert. Foto: privat

Per E-Mail kündigte Landrat Martin Sailer die Mitgliedschaft im Deutsch-Türkischen Freundschaftsverein. Das lässt dem Vorsitzenden Arif Diri keine Ruhe. Nun stellt er sein Amt zur Verfügung.
Der Grund für Sailers E-Mail war ein Artikel in der Schwabmünchner Allgemeinen. Darin hatte sich Diri zur Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert. Sailer las den Bericht und beendete die Freundschaft. Ihm fehlte die "differenzierte Abgrenzung". Diri hätte zu diesem Thema ganz klar Position beziehen müssen.
"Ich bin traurig, dass ich mit meiner öffentlichen Äußerung über das politische Geschehen in der Türkei dem Verein geschadet habe", erklärt Diri in einer Pressemitteilung. Nicht nur der Landrat sei wegen des Berichts aus dem Verein ausgetreten. Auch einige andere Mitglieder sollen den Freundschaftsverein verlassen haben.
"Als Konsequenz aus dieser von mir verschuldeten und für den Verein schädlichen Diskussion stelle ich meinen Vorsitz zur Verfügung", schreibt Diri. Die außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt am Donnerstag, 29. September, um 19 Uhr im Laola, Michael-Schäffer-Straße 7, in Bobingen.
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem eine Diskussion über Diris Rücktrittsangebot und die Wahl des neuen Vorsitzenden. (nh)

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