Blumensträuße zum Einzug

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Einige der neuen Mieter in der Koloniestraße mit Bürgermeister Klaus Förster (sitzend).

In die neu gebauten städtischen Wohnungen an der Koloniestraße in Bobingen sind die ersten Mieter eingezogen.

Es ist das größte kommunale Wohnbauprojekt in der Geschichte der Stadt Bobingen: die neue Wohnanlage an der Koloniestraße Ecke Greifstraße. Bis September werden 36 Wohnungen fertig gestellt sein. Die Wohnungen sind in drei Gebäuden mit je zwölf Wohnungen unterschiedlicher Größe auf drei Stockwerken untergebracht. Die einzige Einzimmerwohnung ist 36 Quadratmeter groß, 14 Vierzimmerwohnungen sind 92 Quadratmeter groß. Hinter den Gebäuden wird eine Grünfläche entstehen mit einem großen öffentlichen Spielplatz, zu dem man über einen Fußweg von der Greifstraße her gelangen wird, wie Bauamtsleiter Rainer Thierbach erläuterte. „Die Autos der Bewohner parken in einer Tiefgarage, dadurch bleibt überirdisch Platz für Bäume und eine Blumenwiese“, so Thierbach.

In der vorigen Woche wurde der erste Bauabschnitt mit sechs Wohnungen abgeschlossen und die Mieter konnten ihre Schlüssel entgegen nehmen. Die meisten von ihnen hatten schon vor Jahren bei der Stadt nach einer Wohnung gefragt. Vor einigen Monaten bekamen sie die Zusage für diese Wohnanlage und freuten sich riesig, wie einige der Bewohner erzählten. Bürgermeister Klaus Förster ließ es sich nicht nehmen, bei der Einweihung dabei zu sein. Er wünschte allen Bewohnern viele glückliche Jahre in ihren neuen, schönen Wohnungen und überreichte den Damen bunte Blumensträuße.

Barrierefrei und kinderfreundlich

„Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf rund 8,8 Millionen Euro“, so Förster. „Davon trägt der Freistaat 3,1 Millionen Euro. Weitere 5,5 Millionen Euro bekam die Stadt als besonders zinsgünstiges Darlehen aus einem Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnraum in Bayern. Es handelt sich also nicht um sozialen Wohnungsbau, in den man nur mit einem Wohnberechtigungsschein einziehen darf. Die Stadt vergibt die Wohnungen aber nach sozialen Gesichtspunkten“, so Förster weiter. Im Rathaus ist Hans Heuberger für die Verwaltung der Wohnungen zuständig. Er fügte hinzu: „Da alle Wohnungen barrierefrei sind, werden Menschen mit Gehbehinderung, die in ihren bisherigen Wohnungen nur schwer zurechtkommen, besonders berücksichtigt.“ Auch Kinder sind offenbar besonders willkommen, denn direkt neben dem Hauseingang wurde ein sehr großer Sandkasten gebaut. Die Planer vom Büro „3+architekten“ in Augsburg haben auch an einen Abstellraum für Kinderwägen und Rollatoren auf jedem Stockwerk gedacht.

Christian Peiker, der im Rathaus für den kommunalen Hochbau zuständig ist, erklärte die moderne Versorgungstechnik der Wohnanlage: Die drei Gebäude haben eine gemeinsame Holzpelletheizanlage, eine besonders ressourcenschonende Technik. In herkömmlichen Gebäuden wird warmes Wasser durch die Heizleitungen gepumpt, warmes Trinkwasser wird in großen Behältern gespeichert. In der Koloniestraße ist es umgekehrt: Es gibt einen Speicherbehälter für das Heizungswasser. Wenn ein Warmwasserhahn aufgedreht wird, fließt kaltes Wasser in Wärmetauscherschlangen durch diesen Speicher und wird dadurch erwärmt. Diese Methode ist sparsamer und hygienischer.

Die Farben der Häuser sind Weiß für die Wände, ein dunkles Ziegelrot und Holztöne für die Fußböden. Die großen Balkone sind mit Echtholzdielen belegt. Die Lage ist zentrumsnah, zwei Kindertagesstätten liegen in der Nachbarschaft und auch zur Laurentiusschule ist es nicht weit. Die Miete beträgt 7,80 Euro pro Quadratmeter. Augenblicklich wird in den Nachbargebäuden noch Baulärm produziert, doch in den nächsten zwei Monaten sollen alle Arbeiten abgeschlossen werden.

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