Stadtwerke jetzt in eigenem Gebäude

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Bürgermeister Bernd Müller, Werkleiter Bernhard Langert und der Technische Leiter Roman Schröter (von links) vor dem neu bezogenen Gebäude in der Max-Fischer-Straße.

Keine zwei Kilometer vom Rathaus entfernt haben die Stadtwerke eine Gründerzeitvilla bezogen.
Die Bobinger Stadtwerke kümmern sich um die Versorgung mit Wasser und die Entsorgung von Abwasser. Wer Fragen hat zur Umrüstung von mechanischen auf digitale Wasserzähler, wer mit der Abrechnung seiner Wassergebühren nicht einverstanden ist oder wer ein Haus baut und vereinbaren will, wohin Wasseranschluss und Entwässerungsschacht gelegt werden sollen, kann dafür das persönliche Gespräch mit den Stadtwerken suchen. Bisher waren die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus zu finden, seit Dezember haben sie ihre Büros in einem eigenen Gebäude in der Max-Fischer-Straße 11a. Im Rathaus waren die Verhältnisse seit langem beengt, weshalb schon seit zwei Jahren nach geeigneten Räumen gesucht wurde. Im Areal des Industrieparks Werk Bobingen (IWB) wurde man schließlich fündig. Eine Gründerzeitvilla aus dem Jahr 1915 wurde dort gerade renoviert und war vom Raumangebot ideal. Die schöne Fassade wurde grau und weiß gestrichen, auch die modern eingerichteten Innenräume sind in Hellgrau und Weiß gehalten. Alle Räume wirken hell und freundlich. Der Villencharakter zeigt sich an der Raumhöhe von 3,70 Metern im Erdgeschoss und einigen Schmuckelementen, die erhalten blieben. Die Treppe ist mit neuem Teppichboden belegt worden, aber am Knarzen der Stufen und am gedrechselten Holzgeländer kann man ihr Alter erkennen.
„Die Stadtwerke haben das ganze Gebäude gemietet, ein Teil wird an die Volkshochschule Augsburg-Land untervermietet. Die Stadt konnte sich für drei Jahre eine Kaufoption sichern“, berichtete Bürgermeister Bernd Müller in einem Gespräch vor Ort. „Die Mietzeit begann am 1. August des letzten Jahres“, ergänzte Werkleiter Bernhard Langert. „Dann wurden in nur vier Monaten die Wände gestrichen, die Möbel eingebaut und die EDV-Anlage installiert. An drei Tagen Ende November folgte der Umzug, währenddessen wir immer im Rathaus erreichbar waren, und seit dem 2. Dezember arbeiten wir hier.“ Das Haus hat einen eigenen Server, der über eine Glasfaser-Standleitung mit dem Server im Rathaus verbunden ist. Dadurch kommunizieren die Computer der Stadtwerke mit dem Server im Rathaus in Echtzeit, als wären sie im gleichen Gebäude. Zudem ist so die Sicherheit der Daten gewährleistet, da kein öffentliches Netz genutzt wird.

Mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar

Die Bushaltestelle „IWB Hauptpforte“ ist nur einige Meter vom neuen Standort entfernt. Wer mit dem Auto kommt, wird auf dem großen Parkplatz schräg gegenüber in den hinteren Reihen immer freie Plätze finden, auch an der Straße ist das Parken erlaubt. Direkt am Haus wird in Kürze ein Behindertenparkplatz ausgewiesen. Der Zugang ins Erdgeschoss ist barrierefrei, Mitarbeiter mit Büros im 1. Stock kommen gern ins Erdgeschoss und sprechen dort mit Kunden im Konferenzraum. Die Öffnungszeiten sind dieselben wie die des Rathauses: vormittags von Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr und nachmittags am Dienstag und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Die neue Telefonnummer lautet: 08234/43066-0. Die E-Mail-Adresse ist unverändert geblieben: poststelle[at]bobingen[dot]de.
Einschließlich Teilzeitkräften und Auszubildenden haben die Stadtwerke 20 Mitarbeiter, wie Langert berichtete. Von den beiden Auszubildenden erlernt einer den Beruf der „Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“ und einer wird „Fachkraft für Abwassertechnik“. Im neu bezogenen Gebäude ist die Verwaltung untergebracht, der Betriebshof liegt an der Michael-Schäffer-Straße, das Wasserwerk in Straßberg und die Kläranlage an der Flurstraße. Aktuelle Projekte der Stadtwerke sind die Planung und Umsetzung der Leitungsverlegung im neuen Baugebiet „Point IV“ und die Umstellung der Wasserzähler im Stadtgebiet auf Digitaltechnik mit Fernablesung. „Momentan sind 75 Prozent umgestellt, am Ende dieses Jahres werden annähernd 100 Prozent erreicht sein“, erläuterte der Technische Leiter Roman Schröter. „Zukünftig gehen dann keine Ableser mehr zwei Wochen lang von Haus zu Haus, sondern ein mit einem Empfänger ausgestattetes Auto fährt einen Tag lang durch alle Straßen und nimmt per Funk die Zählerstände auf.“ Hinzu kommt die Planung der fortlaufenden Erneuerung von Trinkwasserleitungen, wie im Jahr 2019 unter der Lindauer Straße. „Die Nutzungsdauer der Wasserleitungen und Kanäle beträgt je nach Baujahr und Material 40 bis 80 Jahre“, erläuterte Langert. „Somit ergibt sich aufgrund der Altersstruktur in den nächsten 30 Jahren ein alljährlicher Erneuerungsbedarf von rund 2,5 Prozent des gesamten Leitungsnetzes, was rund drei Kilometern Leitungslänge je Sparte entspricht.“

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