Bobingen: Abschied vom Amt

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Bürgermeister, Fraktionsvorsitzende und scheidende Mitglieder (mit Urkunden) des Stadtrats vor dem Rathaus (von links): Franz Handschuh (FBU) , Monika Müller-Weigand (Grüne), Klaus Förster (CSU), Marco Di Santo (Grüne), Edmund Mannes (SPD), Thomas Hauser (CSU), Rainer Naumann (FW), Johanna Kretschmer (SPD), Bernd Müller (SPD), Herwig Leiter (CSU) und Christian Burkhard (SPD).

Im Rathaus wurden Stadträte und Bürgermeister im Zeichen von Corona verabschiedet.

Eine gerahmte Urkunde, einen Blumenstrauß und einen Korb voll italienischer Delikatessen erhielten die sieben Stadträte, die dem nächsten Stadtrat nicht mehr angehören werden, zum Abschied. Die Urkunde wurde von Bürgermeister Bernd Müller überreicht, für den dies die letzte Amtshandlung war, denn ab Mai heißt der Bobinger Bürgermeister Klaus Förster. Die sieben Stadträte und die Vorsitzenden der Fraktionen im Stadtrat fanden sich am Abend des 30. April mit Atemschutzmasken und unter Einhaltung der Abstandsregeln im Sitzungssaal des Rathauses ein zu einem mehr symbolischen Abschied, wie Bernd Müller betonte. Die eigentliche Verabschiedung soll in großer Runde mit dem gesamten Stadtrat und einem gemeinsamen Essen in einer Zeit ohne Schutzvorkehrungen vor Corona-Ansteckungen stattfinden.

Johanna Kretschmer vertrat seit 1997 die Interessen der Bürger, insbesondere derjenigen in der Siedlung. „Ich hatte den Eindruck, du kennst jeden in der Siedlung und alle kennen dich“, so Müller. Christian Burkhard und Marco Di Santo wurden 2008 in den Stadtrat gewählt, Thomas Hauser 2014. Nicht anwesend waren die scheidenden Stadträte Stefanie Schleich, Otto Schurr und Werner Wildegger. Bernd Müller bedankte sich nachdrücklich bei allen Stadträten. „Für dieses Ehrenamt muss man viel Idealismus mitbringen“, so Müller. „Man erlebt viele schöne Begegnungen, aber auch einige unerfreuliche, denn leider lassen manche Kritiker jeden Anstand vermissen.“

Bernd Müller erhielt seinen Abschiedsstrauß und einen Delikatessenkorb von seinem Nachfolger Klaus Förster. Förster stellte in Aussicht, dass es einen Festakt zur Ehrung des Bürgermeisters für seine langjährigen Verdienste geben wird, sobald die Corona-Vorschriften aufgehoben sind. Müller bedankte sich und bemerkte: „Meine Amtszeit ist in vier Stunden und 46 Minuten zu Ende. Rückblickend kann ich sagen, dass bei allen Differenzen im Stadtrat doch immer Einigkeit darin herrschte, dass die Stadt voran gebracht werden sollte. Deshalb steht Bobingen heute nicht schlecht da.“ Seinem Nachfolger und dem zukünftigen Stadtrat wünschte er alles Gute und viel Kraft, denn: „Es stehen schwierige Entscheidungen bevor. Zunächst muss die Corona-Krise gemeistert werden. Die Fallzahlen in Bobingen werden der Stadtverwaltung nicht mitgeteilt. Nur, wenn die Stadt als „Hotspot“ eingestuft würde, also als ein Ort mit überdurchschnittlich hoher Infektionszahl, würden wir informiert. Das ist bisher nicht der Fall. Nach aktuellen Prognosen wird es mindestens bis 2022 dauern, bis sich die Wirtschaft von der Corona-Krise erholt hat. Die Kommunen werden voraussichtlich noch länger mit stark geminderten Steuereinnahmen auskommen müssen.“ Den Regularien entsprechend übergab Müller die Amtskette des Bürgermeisters an die dienstälteste anwesende Stadträtin, Johanna Kretschmer. Der neue Bürgermeister wird sie bei seiner Amtseinführung erhalten. Müller zum Schluss: „Ich bedanke mich beim Stadtrat und den Bürgern der Stadt Bobingen und wünsche ihnen alles Gute.“

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