Bobingen: Vier Kandidaten sind im Rennen

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Vier Kandidaten möchten im Bürgermeisterbüro des Bobinger Rathauses arbeiten.

Wer wird Bürgermeister in Bobingen? Es treten an Lukas Geirhos, Michael Ammer, Klaus Förster und Bernd Müller.

Im Bobinger Stadtrat sind fünf Parteien und Vereinigungen vertreten: SPD und CSU mit je neun Sitzen, Freie Wähler, Freie Bürgerunion (FBU) und Bündnis 90/Die Grünen mit jeweils zwei Mandaten. Vier dieser Gruppierungen stellen bei den am 15. März anstehenden Kommunalwahlen einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Bei der Durchsicht der Wahlprogramme fallen viele Gemeinsamkeiten auf. Sich für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs einsetzen, Vereine und Ehrenamt fördern, die lokale Wirtschaft fördern, Radfahren und Carsharing attraktiver machen, Klimaschutz ernst nehmen, Straßenbeleuchtung umstellen auf LED-Technik, städtischen Wohnungsbau weiterführen, die Wertachklinik erhalten – über diese Ziele herrscht Einigkeit. Die größte Investition der nächsten Jahre wird der Bau eines Ganzjahres-Familienbades nach dem Abriss des Hallenbades sein, auch darin stimmt man überein.

Unterschiede muss man fast mit der Lupe suchen. Die Freien Wähler fordern eine neue Stelle in der Stadtverwaltung für die örtliche Wirtschaftsförderung. Sie stellen keinen Bürgermeisterkandidaten. Die Grünen mit ihrem Kandidaten Lukas Geirhos wollen ein „Bürgerbudget“ einführen. Dafür stellt der Stadtrat einen bestimmten Betrag aus dem Haushalt zur Verfügung. Die Bürger machen Vorschläge für deren Verwendung und stimmen anschließend über die Vorschläge ab. Beispiele, die in anderen Städten auf diese Weise finanziert wurden, sind ein Klettergerüst in einem Schulhof oder eine Rettungsausrüstung für die Wasserwacht. Geirhos ist 25 Jahre alt und ledig. Er ist Wirtschaftsingenieur und steht kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums. Die FBU möchte die Grundstücks- und Wohnungsbau GmbH Bobingen (GWB) so umstrukturieren, dass der Stadtrat Mitbestimmungsrechte bei Entscheidungen der GWB erhält. Der Kandidat der FBU heißt Michael Ammer, er ist 42 Jahre alt, verheiratet und arbeitet als Polizeibeamter in Bobingen. Für die CSU geht Klaus Förster ins Rennen. Er will der Bevölkerung mehr Mitwirkungsmöglichkeiten einräumen durch regelmäßige Bürgermeistersprechstunden in allen Ortsteilen sowie einer Verpflichtung des Stadtrates, vor wichtigen Entscheidungen die Stellungnahmen der Bürger anzuhören. Alle Einwohner sollen die Möglichkeit haben, nach einem Aufruf im Stadtboten persönliche Stellungnahmen im Internet abzugeben. Förster ist 51 Jahre alt, Vater von vier Kindern und arbeitet als Verwaltungsbeamter. Für die SPD tritt Bernd Müller an. Für ihn ist es ein wichtiges Ziel, Bobingen zur kinderfreundlichsten Stadt der Region zu entwickeln. Er ist Jurist, 53 Jahre alt und hat drei Kinder. Sein Beruf ist seit 24 Jahren der des Bürgermeisters von Bobingen.

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