Stichwahl um das Bobinger Bürgermeisteramt

von LeserReporter Ute Blauert aus Bobingen
Wer wird im Bürgermeisterbüro des Bobinger Rathauses arbeiten?

Bobingen muss sich entscheiden zwischen Bernd Müller, dem Amtsinhaber seit 24 Jahren, und Klaus Förster, der seit sechs Jahren im Stadtrat und dort Fraktionsvorsitzender der CSU ist.

Nach dem ersten Wahldurchgang in Bobingen liegen Bernd Müller (SPD) mit 34,6 und Klaus Förster (CSU) mit 33,0 Prozent der Stimmen fast gleichauf. Um Bürgermeister zu werden, sind über 50 Prozent der Stimmen notwendig. Davon sind beide weit entfernt, da rund ein Drittel der Wähler für einen der beiden Neulinge in der Kommunalpolitik, Michael Ammer (FBU) oder Lukas Geirhos (Grüne), gestimmt hat. Beide sind bisher nicht im Stadtrat, haben aber im Laufe des Wahlkampfs viel an Bekanntheit gewonnen. Michael Ammer führte einen sehr aktiven Wahlkampf, sprach potentielle Wähler in Gaststätten und zu Hause an sowie im Internet. Mit zahlreichen Postings, etwa auf www.stadtzeitung.de oder www.myheimat.de, erzielte er viel Aufmerksamkeit, die sich in 25,1 Prozent der Stimmen niederschlug. Der 25-jährige Lukas Geirhos war sicherlich der Favorit vieler junger Wähler, kam aber nur auf 7,3 Prozent. Damit haben sich beide achtbar geschlagen. In die Stichwahl schafften es jedoch, wie erwartet, die beiden erfahrenen Kommunalpolitiker Bernd Müller und Klaus Förster.

Wegen der Corona-Krise wird die Stichwahl ausschließlich als Briefwahl durchgeführt werden. Alle Wahlberechtigten werden Briefwahlunterlagen per Post erhalten. Die Auszählung der Stimmen wird am 29. März stattfinden, dem Termin, der eigentlich für den zweiten Urnengang vorgesehen war. Der Stimmzettel wird sehr übersichtlich sein. Bobingen muss sich entscheiden zwischen Bernd Müller, dem Amtsinhaber seit 24 Jahren, und Klaus Förster, der seit sechs Jahren im Stadtrat und dort Fraktionsvorsitzender der CSU ist. Müller setzt mit dem Slogan „Bobingen begeistert“ auf die Zufriedenheit der Bürger mit seiner Amtsführung. Klaus Förster tritt an mit „Frischer Wind für Bobingen“, einem für die CSU in Bayern sicher recht ungewöhnlichen Slogan.

Alle vier Bürgermeisterkandidaten sind die Stimmenkönige innerhalb ihrer Stadtratsfraktionen, bei den Freien Wählern ist dies Rainer Naumann. Bei der Wahl zum Stadtrat haben die kleineren Gruppierungen enorm aufgeholt. Grüne und FBU werden zukünftig vier statt bisher zwei der 24 Sitze im Stadtrat einnehmen. Für die Grünen sind Lukas Geirhos, Monika Müller-Weigand, Kathja Treischl und Clemens Bürger gewählt, für die FBU Michael Ammer, Franz Handschuh, Florian Vogl und Hubert Geiger. Die Freien Wähler steigerten sich von zwei auf drei Sitze, die Rainer Naumann, Gaby Böhm und Waltraut Wellenhofer besetzen werden. Verloren haben die großen Parteien, die SPD rutschte von neun auf fünf Mandate, die CSU von neun auf acht. Die SPD wird mit Bernd Müller, Edmund Mannes, Johanna Ludl, Claudia Lautenbacher und Helmut Jesske vertreten sein. Für die CSU werden Klaus Förster, Herwig Leiter, Elisabeth König, Georg Frey, Franz Kaufmann, Johannes Bögler, Hans-Peter Dangl und Ernst-Hinrich Abbenseth in den Stadtrat einziehen. Kurz vor der Wahl war der Corona-Virus zum beherrschenden Thema geworden, trotzdem lag die Wahlbeteiligung mit 58,1 Prozent im langjährigen Durchschnitt.

Weitere Bilder

Mehr zum Thema

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

Neueste Kommentare

2 0 2 0 - die "Weltenburger Enge …
1 Woche 6 Tage
Über 15.000 Austritte aus der katholischen Kirche …
1 Woche 6 Tage
Neue Ausstellung von Uli Stein in Museum und …
2 Wochen 4 Tage
Wege gehen
2 Wochen 6 Tage
Fast ein alltägliches Bild, Indisches Springkraut …
3 Wochen 2 Tage


X