Karl-May-Festspiele "mal ganz anders“: Corona lässt Winnetou bayrisch reden

Der etwas andere Probenbetrieb bei den Süddeutschen Karl-May-Festspielen in Dasing: Woife Berger alias Old Shatterhand (links) und Matthias M. (Winnetou) probieren einen Faustkampf auf Distanz. Sven Krammer (Mitte) führt Regie.

Ein Sommer im Wittelsbacher Land ohne Winnetou? Für viele undenkbar. Aus diesem Grund gibt es trotz Corona auch in diesem Jahr Süddeutsche Karl-May-Festspiele in der Western-City – anlassbedingt diesmal aber „mal ganz anders“, so das Motto der Veranstalter.

Ein verkleinertes Ensemble, maximal 100 Zuschauer, der Fokus auf den Hauptcharakteren ohne wilde Action- und Kampfszenen und mit ein paar Pferden – auf diese Weise soll es in der Western-City corona-gerecht zugehen. Trotz Abstrichen verspricht Western-City-Geschäftsführer Volker Waschk „beste Familienunterhaltung“ mit der Inszenierung „Winnetou I auf Bayrisch“. Los geht es bereits am Samstag, 18. Juli. Tickets gibt es ausschließlich online unter www.karlmay-festspiele.de.

Die Spielzeit geht bis 13. September. Die ursprünglich für dieses Jahr geplante Inszenierung „Winnetou und Kapitän Kaiman“ haben die Verantwortlichen ins nächste Jahr verschoben.

Countrysänger Matthias M. verkörpert seit mehr als 15 Jahren bei den Süddeutschen Karl-May-Festspielen in Dasing den Winnetou. Für das aktuelle Projekt „Winnetou I auf Bayrisch“ kommt der niederbayerische Kabarettist, Moderator und Buchautor Wolfgang „Woife“ Berger dazu. Er ist Winnetou-Fan seit Kindertagen und wollte die Geschichte seines Helden auf Bayrisch erzählen. Nach der erfolgreichen Premiere seiner szenischen Lesung im Januar in der Western-City ist daraus nun das Theaterstück für die Spielzeit 2020 entstanden.

Aus „Hugh“ wurde dafür beispielsweise ein bayerisches „habedere“. Wenn man Berger fragt, warum er den Sachsen Karl May ins Bayerische übersetzte, antwortet er nur: „Warum ned?“

Regie führt Sven Kramer, den Fans der Dasinger Karl-May-Vorstellungen sicher noch als Old Surehand kennen, den er im vergangenen Jahr verkörperte. „Zu dem Stück sind mir gleich so viele Bilder und Ideen in den Kopf gekommen, so dass ich mich sehr gefreut habe, die Regie übernehmen zu dürfen“, sagt Kramer.

Hygiene-Konzept erarbeitet

Zum Schutz der Besucher wurde für die Western-City ein umfangreiches Hygiene-Konzept erarbeitet. Neben der Beschränkung auf maximal 100 Zuschauer gehört dazu maßgebend das Abstandhalten – auch auf der überdachten Tribüne, wo die zugelassenen Sitzplätze markiert sind. Eine Maskenpflicht während der Vorstellung besteht nicht, sondern nur am Eingang und beispielsweise bei Bestellungen an den gastronomischen Verpflegungsständen oder im Shop. Überdies ist der Zugang zum Festspielgelände nur mit einem gültigen Ticket möglich, das man vorab online kaufen kann.

„Wir sind stolz darauf“, sagt Waschk, „dass wir zu den Wenigen gehören, die in diesem Sommer Karl May doch noch auf die Bühne bringen. Es ist ein Experiment – aber wird sind optimistisch, dass unser Winnetou auf bayrisch bei den Fans ankommt." (pm)

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