Die Schamanenbäume am Haus der Kulturen Diedorf wollen mit laut scheppernden Coronamasken den Virus vertreiben

Diedorf: Maskenmuseum | Die Museen sind geschlossen. Alles im Stillstand? Nein, denn die ungehofft freie Zeit gibt neuen Ideen kreativen Spielraum, lässt alte eingefahrene und scheinbar fest gegebene Aufgaben an den Museen neu überdenken und neue Wege der Kulturvermittlung finden. Man sieht das mittlerweile an vielen Museen im Landkreis und deutschlandweit.

 

Am Haus der Kulturen Diedorf, in dem auch das weltweit größte Maskenmuseum Ausstellungsraum gefunden hat, und in der gleich nebenan beheimateten Kunstschule ist das kreative Erkunden von ungewohnten Kulturbereichen schon seit langem ein fester Bestandteil .

Streift man erkundend rund um beide Häuser, so findet man in den überraschenden Objekten und sich öffnenden Ansichten ja schon immer wieder ermutigend frische Ideen und neuen Lebensgeist.

 

In vielen Objekten, Statuen und Masken des Museums wird diese alte Lebenskraft spürbar, die von den Naturreligionen verehrt und notfalls in Ritualen von Übel und Krankheit befreit wird. Oft sollen mit besonders gruseligen und schrecklichen Masken,  auch schon selbst hässliche Krankheitsgeister vertrieben werden. Bunte Stoffstreifen, Glocken und andere rituelle Objekte werden in Sibirien, der Mongolei und in Tibet in die Geisterbäume gehängt und sollen mit der Bewegung im Wind und den Geräuschen böse Geister vertreiben und gute anlocken. Wilde Bewegung und rythmischer Lärm soll bei Tanz und Trance der Schamanen aus Sibirien und Nordamerika Übel, Siechtum und Verkrampfung aus den an Leib und Seele Erkrankten vertreiben.

 

Wir müssen aber auch gar nicht soweit reisen: Bekannt sind seit Längerem die Perchtenumzüge im Alpengebiet und das Perchtenspektakel mit den alten historischen Masken des Maskenmuseums in Diedorf bei Augsburg. Hier sollen mit Lärm, Feuer und wilden Tänzen die Geister des Winters vertrieben werden, damit das Neue Jahr mit Fruchtbarkeit der Felder und frischem Grün erweckt und Einzug in die Natur halten kann. Bunte Stoffstreifen zieren die „Maielen“, die der Bursch dem geliebten Mädchen in der Nacht zum ersten Mai vor die Haustüre stellt. Bunte Streifen, Wimpel und Zunftzeichen schmücken auch den Maibaum, der wohl als Fruchtbarkeits- und Reinigungsbrauch der Natur in frühen Zeiten seinen Ursprung fand.

 

Könnte es sein, dass auch wir zum großen Teil momentan erstarrt und wie erfroren auf die Gefahr durch Covid19 reagieren und die notwendigerweise erzwungene Ausgangssperre das ihre dazu tut?

Wir spüren fast alle: Es fehlt uns nicht nur der direkte soziale Kontakt, sondern auch die ganze Umtriebigkeit, die Bewegung und sogar der Lärm unseres bisherigen Lebens.

 

Auf all diesem Hintergrund wurden nun eine Kunstaktion vor dem Haus der Kulturen und Maskenmuseum in Diedorf in der Lindenstrasse 1, unmittelbar im Zentrum an der Kreuzung Hauptstrasse ins Leben gerufen:

Die in frischem Trieb stehenden jungen Birken im Garten des Museums „zieren“ seit einigen Tagen blecherne runde Masken des Coronavirus, die von Winde bewegt mit eisernen Klöppeln ganz erbärmlich scheppernde Geräusche erzeugen. Zu hässlichen Gesichtern verzerrt, mit hämischem Grinsen oder boshaften Grimassen wollen diese riesigen Fratzen noch schreckhafter wirken als Ihre gemeinen und unsichtbar kleinen Vorbilder in der Natur.

 

Ob das denn hilft? Nun auch bei den richtigen Schamanen ist die Behandlung nicht nur auf die Bekämpfung der Krankheitsgeister gerichtet, sondern soll auch den Patienten innerlich reinigen und festigen. Manche Heiler setzen hier auf Angst und Abschreckung, manche aber auch auf die heilende Wirkung des Lachens. So erscheinen die grotesken Grimassen der balinesischen und ceylonesischen Krankheitsmasken und die Falschgesichtermasken der Irokesen in Nordamerika und ihr pantomimische Gehabe so lächerlich, dass Erkrankte gewollt oder auch nicht in Gelächter ausbrechen und quasi die ganze Krankheit heraushusten müssen. So durch Frohsinn gereinigt, hinterfragt man vielleicht gerne auch den Schweregrad des eigenen Unwohlseins.

 

Auch für diese heimische Kunstaktion und ihre scheppernden Akteure gilt natürlich: Es darf/soll gelacht werden.

Ebenso heilend wie die Ausschüttung von Glückshormonen beim Fröhlichsein ist, das wissen wir ja alle, die Bewegung in freier Natur. Und wenn dann noch die Sonne scheint und unsere Abwehr durch Vitaminaufbau wie von selbst verstärkt, ist das gleich dreimal gut. Also nützen Sie die gute Wetterlage und machen Sie bei Gelegenheit einen erbaulich heilenden Ausflug nach Diedorf, nicht ins Museum, aber unter die Glückshormondusche der Schamanenbirken des Maskenmuseums und die blühenden und duftenden Kirschbäume im Garten rund ums Haus der Kulturen.Die Museen sind geschlossen. Alles im Stillstand? Nein, denn die ungehofft freie Zeit gibt neuen Ideen kreativen Spielraum, lässt alte eingefahrene und scheinbar fest gegebene Aufgaben an den Museen neu überdenken und neue Wege der Kulturvermittlung finden. Man sieht das mittlerweile an vielen Museen im Landkreis und deutschlandweit.

 

Am Haus der Kulturen Diedorf, in dem auch das weltweit größte Maskenmuseum Ausstellungsraum gefunden hat, und in der gleich nebenan beheimateten Kunstschule ist das kreative Erkunden von ungewohnten Kulturbereichen schon seit langem ein fester Bestandteil .

Streift man erkundend rund um beide Häuser, so findet man in den überraschenden Objekten und sich öffnenden Ansichten ja schon immer wieder ermutigend frische Ideen und neuen Lebensgeist.

 

In vielen Objekten, Statuen und Masken des Museums wird diese alte Lebenskraft spürbar, die von den Naturreligionen verehrt und notfalls in Ritualen von Übel und Krankheit befreit wird. Oft sollen mit besonders gruseligen und schrecklichen Masken,  auch schon selbst hässliche Krankheitsgeister vertrieben werden. Bunte Stoffstreifen, Glocken und andere rituelle Objekte werden in Sibirien, der Mongolei und in Tibet in die Geisterbäume gehängt und sollen mit der Bewegung im Wind und den Geräuschen böse Geister vertreiben und gute anlocken. Wilde Bewegung und rythmischer Lärm soll bei Tanz und Trance der Schamanen aus Sibirien und Nordamerika Übel, Siechtum und Verkrampfung aus den an Leib und Seele Erkrankten vertreiben.

 

Wir müssen aber auch gar nicht soweit reisen: Bekannt sind seit Längerem die Perchtenumzüge im Alpengebiet und das Perchtenspektakel mit den alten historischen Masken des Maskenmuseums in Diedorf bei Augsburg. Hier sollen mit Lärm, Feuer und wilden Tänzen die Geister des Winters vertrieben werden, damit das Neue Jahr mit Fruchtbarkeit der Felder und frischem Grün erweckt und Einzug in die Natur halten kann. Bunte Stoffstreifen zieren die „Maielen“, die der Bursch dem geliebten Mädchen in der Nacht zum ersten Mai vor die Haustüre stellt. Bunte Streifen, Wimpel und Zunftzeichen schmücken auch den Maibaum, der wohl als Fruchtbarkeits- und Reinigungsbrauch der Natur in frühen Zeiten seinen Ursprung fand.

 

Könnte es sein, dass auch wir zum großen Teil momentan erstarrt und wie erfroren auf die Gefahr durch Covid19 reagieren und die notwendigerweise erzwungene Ausgangssperre das ihre dazu tut?

Wir spüren fast alle: Es fehlt uns nicht nur der direkte soziale Kontakt, sondern auch die ganze Umtriebigkeit, die Bewegung und sogar der Lärm unseres bisherigen Lebens.

 

Auf all diesem Hintergrund wurden nun eine Kunstaktion vor dem Haus der Kulturen und Maskenmuseum in Diedorf in der Lindenstrasse 1, unmittelbar im Zentrum an der Kreuzung Hauptstrasse ins Leben gerufen:

Die in frischem Trieb stehenden jungen Birken im Garten des Museums „zieren“ seit einigen Tagen blecherne runde Masken des Coronavirus, die von Winde bewegt mit eisernen Klöppeln ganz erbärmlich scheppernde Geräusche erzeugen. Zu hässlichen Gesichtern verzerrt, mit hämischem Grinsen oder boshaften Grimassen wollen diese riesigen Fratzen noch schreckhafter wirken als Ihre gemeinen und unsichtbar kleinen Vorbilder in der Natur.

 

Ob das denn hilft? Nun auch bei den richtigen Schamanen ist die Behandlung nicht nur auf die Bekämpfung der Krankheitsgeister gerichtet, sondern soll auch den Patienten innerlich reinigen und festigen. Manche Heiler setzen hier auf Angst und Abschreckung, manche aber auch auf die heilende Wirkung des Lachens. So erscheinen die grotesken Grimassen der balinesischen und ceylonesischen Krankheitsmasken und die Falschgesichtermasken der Irokesen in Nordamerika und ihr pantomimische Gehabe so lächerlich, dass Erkrankte gewollt oder auch nicht in Gelächter ausbrechen und quasi die ganze Krankheit heraushusten müssen. So durch Frohsinn gereinigt, hinterfragt man vielleicht gerne auch den Schweregrad des eigenen Unwohlseins.

 

Auch für diese heimische Kunstaktion und ihre scheppernden Akteure gilt natürlich: Es darf/soll gelacht werden.

Ebenso heilend wie die Ausschüttung von Glückshormonen beim Fröhlichsein ist, das wissen wir ja alle, die Bewegung in freier Natur. Und wenn dann noch die Sonne scheint und unsere Abwehr durch Vitaminaufbau wie von selbst verstärkt, ist das gleich dreimal gut. Also nützen Sie die gute Wetterlage und machen Sie bei Gelegenheit einen erbaulich heilenden Ausflug nach Diedorf, nicht ins Museum, aber unter die Glückshormondusche der Schamanenbirken des Maskenmuseums und die blühenden und duftenden Kirschbäume im Garten rund ums Haus der Kulturen.

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

Neueste Kommentare

Mit offenen Augen durch die Natur gehen!
22 Stunden 46 Minuten
Vormittag auf dem Feld, Nachmittag schon im …
2 Tage 17 Stunden
Schöne Gärten in Haunstetten ....
4 Tage 20 Stunden
Regenbogen
4 Tage 20 Stunden
Regenbogen
4 Tage 20 Stunden


X