Region: Dillingen|Wertingen

Mit einem Pieks gegen das Coronavirus: Impfzentrum in Wertingen geht in Betrieb

Vom Impfauftakt und den Abläufen überzeugten sich vor Ort Dr. Thomas Liedtke, Landrat Leo Schrell, Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner und Bürgermeister Willy Lehmeier. (im Bild von links)

Im Landkreis Dillingen haben die Impfungen der Personen über 80 Jahre im Impfzentrum Wertingen begonnen

Der Landkreis Dillingen hat am Montag mit der Impfung der mobilen Personen über 80 Jahren in seinem stationären Impfzentrum in Wertingen begonnen, wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung informiert. Aufgrund der in Aussicht gestellten Lieferungen an Impfstoff sollen im Impfzentrum bis zunächst einschließlich Dienstag, 2. Februar, insgesamt 450 Personen, die sich bereits für die Impfung registriert haben, eine Impfung verabreicht bekommen.

Das Landratsamt Dillingen hat die „ECOLOG Deutschland GmbH“ im Dezember 2020 mit dem Betrieb des Impfzentrums in Wertingen beauftragt. Gemeinsam mit dem externen Dienstleister hat die Landkreisverwaltung in den vergangenen Wochen ein Konzept entwickelt, das gewährleisten soll, dass alle Personengruppen, die der nach der Impfverordnung priorisierten ersten Gruppe angehören, so schnell wie möglich geimpft werden können.

Das Konzept für die Impfkampagne im Landkreis Dillingen sah von Anfang an vor, zunächst alle impfwilligen Bewohner und das Personal der Alten- und Pflegeheime sowie der Einrichtungen der Behindertenhilfe zu impfen. Die Verabreichung der Erstimpfung in den Einrichtungen ist laut Landratsamt vorläufig abgeschlossen.

„Wir wollten zunächst dort den Schwerpunkt der Impfungen setzen, wo der größte Handlungsbedarf war“, begründet Landrat Leo Schrell das Vorgehen.

Im Landkreis Dillingen sind bislang 92 Menschen mit oder an Covid-19 verstorben. Davon waren allein 68 Todesfälle aufgrund von Ausbrüchen in Heimen zu beklagen. Insgesamt wurden zwischenzeitlich 1095 Bewohner und 565 Personen des Personals der Einrichtungen geimpft. Aktuell leben 917 Menschen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis. Darüber hinaus wurden 559 sonstige Personen, die der Priorität eins angehören, geimpft. Darunter fällt unter anderem das Personal der Kreiskliniken, das auf der Covid-Station, den Intensivstationen sowie in den Notaufnahmen eingesetzt ist.

Außerdem wurde bereits ein Teil der Rettungsdienstkräfte sowie der Hausärzte und deren medizinischen Fachangestellten geimpft, die insbesondere die medizinische Versorgung von Menschen in den Einrichtungen sicherstellen.Die Impfungen seien von den Impfteams bislang mit hoher fachlicher Kompetenz, sehr zuverlässig und verantwortungsvoll im Umgang mit dem Impfstoff, aber auch zügig, durchgeführt worden, so der Landrat.

„Jede verfügbare Impfdose wurde bislang verimpft“, so Schrell. Derzeit seien die Zweitimpfungen in den Einrichtungen in vollem Gange.

Der externe Dienstleister Ecolog hat bereits zum 15. Januar ein drittes mobiles Team aktiviert. Insgesamt sind für die drei Teams 15 Personen im Einsatz. Zudem wurde für den Betrieb des stationären Impfzentrums ein viertes Team aktiviert. „Damit sind wir sehr gut aufgestellt und hoffen nunmehr, dass nach und nach mehr Impfstoff an die Impfzentren ausgeliefert werden kann“, sagt Schrell.

Das Konzept zur Umsetzung der Impfungen im Rahmen von Hausbesuchen durch die mobilen Teams wird derzeit von Ecolog in Abstimmung mit dem Landratsamt ausgearbeitet. (pm)

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