Zivilstreife verhindert Kollision und erhält als Dank zweimal den Mittelfinger

Ein 22-Jähriger hat am Donnerstagnachmittag anscheinend völlig seine gute Kinderstube vergessen, als er nach einer Beinahe-Kollision mit einer Polizeistreife den Beamten gleich zweimal den Mittelfinger zeigte. Er hatte dabei gleich doppeltes Pech, denn nicht nur die Polizisten, auch seine neben ihm sitzende Mutter konnten die unflätigen Gesten gut erkennen.

Am Donnerstag, um 15.26 Uhr, missachtete der 22-jährige Fahrer eines getunten Mittelklassewagens am sogenannten "Hubschrauberkreisel” in der Artur-Proeller-Straße die Vorfahrt eines zivilen Streifenwagens der Polizeiinspektion Donauwörth.

Dessen Fahrer konnte einen Zusammenstoß nur mittels Vollbremsung verhindern. Daraufhin sollte der Donauwörther zur Kontrolle und Abklärung der Fahrtüchtigkeit angehalten werden. Der junge Mann, so die Polizei in ihrem Bericht, ignorierte jedoch geflissentlich das visuelle Anhaltesignal des direkt hinter ihm befindlichen Polizeifahrzeugs.

Auch als der Fahrer weiterhin keinerlei Reaktion zeigte, erfolgte seitens der Polizisten ein einzelnes kurzes Hupen zur Bekräftigung. Dies missfiel dem 22-Jährigen offenbar derart, dass er das Fahrerfenster öffnete und den Beamten deutlich sichtbar den Mittelfinger nach hinten zeigte. Nachdem auf der Fortführung der Artur-Proeller-Straße noch immer keinerlei Reaktion auf das andauernde Polizeisignal erfolgte, machte das Zivilfahrzeug durch ein längeres Hupzeichen auf sich aufmerksam.

"Doppelt hält besser" muss sich der Fahrer daraufhin wohl gedacht haben, streckte erneut seinen Arm aus dem Fahrerfenster und winkte mit sichtbar ausgestrecktem Mittelfinger nach hinten in Richtung Polizeifahrzeug. Schließlich ging ihm jedoch ein Licht auf und er realisierte, um was für ein Fahrzeug es sich handelte und stoppte seinen Wagen kurz vor der Abfahrt zur Industriestraße. Er räumte nach Belehrung den Sachverhalt vollumfänglich ein.

Getrunken hatte der junge Mann den Angaben der Polizei gemäß nichts - er gab als Grund für seine Ausraster Stress aufgrund eigener Überarbeitung an. Seine 40-jährige Mutter, die sich auf dem Beifahrersitz befand, war über die Aktion ihres Sohnes sichtlich erbost und äußerte vor Ort die Hoffnung, dass die folgende Strafanzeige eine längerfristig anhaltende Wirkung auf diesen habe. (pm)

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